Schladming/Graz: Stellungnahme der Evangelischen Kirche zu Asylwerber

Asylwerber mit negativem Bescheid, die eine Lehre machen, sollen ihre Ausbildung abschließen dürfen – darauf einigte man sich erst vor wenigen Tagen. Ein fauler Kompromiss, der schon ein erstes Opfer fordert, kritisiert die evangelische Diakonie.

Schladming/Graz: Stellungnahme von Superintendent Wolfgang Rehner und Superintendentialkurator Michael Axmann zur Festnahme von Hossein K.

Wir stimmen mit der Einschätzung der Evangelischen Pfarrgemeinde Schladming überein, dass Hossein K. in Afghanistan der sichere Tod erwartet. Wir fordern einen Abschiebestopp sowie Bleiberecht für Hossein K. Das Vorgehen der Evangelischen Pfarrgemeinde Schladming war von Anfang an mit der Evangelischen Kirche in der Steiermark abgestimmt. Als Evangelische Kirche in der Steiermark möchten wir das ökumenische Engagement der Menschen in Schladming stärken.

Noch nie habe ich mich so ohnmächtig gefühlt. Ich habe Hossein K. kennengelernt und kann nicht verstehen, dass er in ein Land abgeschoben werden soll, wo er noch nie gewesen ist und wo ihn aber der sichere Tod erwartet.“

Stellungnahme Superintendent Wolfgang Rehner

Superintendentialkurator Michael Axmann ergänzt: „Integration kann vor allem durch die Einbindung in den Arbeitsmarkt gelingen. Eine Abschiebung von Lehrlingen ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht untragbar, weil die Betriebe in die Ausbildung der Lehrlinge investiert haben. Diese Investition ist durch die Abschiebung verloren.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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