Ökonom bestätigt: Ohne Entlastungen ist österreichischer Wirtschaftsstandort gefährdet

Konjunkturgipfel der WKÖ präsentierte Forderungspapier für die Regierungsverhandlungen – Wirtschaftsbund sieht sich bestätigt

Nach dem Konjunkturgipfel der WKÖ in Wien sieht sich WB-Landesobmann Präs. Josef Herk bestätigt: „Angesichts der wirtschaftlichen Lage brauchen wir dringend Reformen für den Wirtschaftsstandort. Steuern runter, fairer Wettbewerb und Investitionen in Bildung – nur so bringen wir die Steiermark weiter und sichern Arbeitsplätze.“

Deutschland und Österreich sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Die Wirtschaft unseres mit Abstand wichtigsten Handelspartners „kränkelt“ jedoch seit einiger Zeit. Wirtschaftsforscher sprechen von einer technischen Rezession. Für eine aktuelle Analyse der wirtschaftlichen Lage Deutschlands konnte die WKÖ den renommierten deutschen Ökonom Prof. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI und Vorsitzender des Sachverständigenrates, gewinnen. Nur einen Tag nach der Präsentation der Empfehlungen der deutschen Wirtschaftsweisen an die deutsche Bundesregierung gab Schmidt einen Einblick in die neue Analyse der Sachverständigen und ihre Handlungsempfehlungen an die Politik. Im Austausch mit der WKÖ-Spitze und Vertretern der heimischen Wirtschaft aus allen Branchen und allen Unternehmensgrößen zeigte der Experte auf, welche Faktoren aktuell als Wachstumsdämpfer wirken – und wie gegengesteuert werden sollte.

Rasche Entlastung erforderlich

„Der Bericht von Prof. Schmidt und die aktuellen Berichte aus unseren Betrieben zeigen ein angespanntes Bild“, so Herk. Es brauche jetzt gezielte steuerliche und bürokratische Entlastungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, damit allen mehr netto von brutto bleibt. Ebenso sind effektive Impulse notwendig, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln. „Ohne angemessene Maßnahmen könnte der Wirtschaftsstandort gefährdet sein“, so Herk.

Die wichtigsten Forderungen im Überblick:

  • Steuern und Abgaben senken
  • Lohn- und Einkommensteuer senken
  • Körperschaftsteuer senken
  • Lohnnebenkosten senken
  • Fairer Wettbewerb
  • „Beraten statt strafen“ richtig umsetzen
  • Kumulationsprinzip entschärfen d.h. Verhältnismäßigkeit bei Strafen
  • Umsetzung eines Digitalsteuerpakets à gleiche Spielregeln für alle, auch im digitalen Handel
  • Kampf gegen den Arbeitskräftemangel
  • Aktive Arbeitsmarktpolitik und keine unnötigen Stiftungen
  • Fachkräfteoffensive für Österreich
  • Duale Berufsbildung stärken
Porträtfoto WB-Obmann Präs. Josef Herk © Markus Jöbstl

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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