Wirtschaft: Salzburg hat die Nase vorn

Wien und Tirol abgehängt / Wirtschaftsleistung stieg seit 2012 um 15,6 Prozent

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.11.2019 

(LK) Salzburg und Wien. Was die Wirtschaftsleistung betrifft, so liefern sich die Beiden seit jeher ein Kopf-an-Kopf-Rennen im österreichweiten Spitzenfeld. Ein Blick in das neue Handbuch der Landesstatistik beweist: Salzburg hat knapp die Nase vorn und liegt beim Bruttoregionalprodukt pro Kopf mit 50.100 Euro im Bundesländervergleich vor Wien mit 50.000 Euro und Tirol mit 45.200 Euro. „Diese Spitzenposition Salzburgs ist dem unternehmerischen Fleiß, der Innovationskraft der Unternehmen sowie den tüchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer zum eindrucksvollen Anstieg.

In Salzburg erhöhte sich die nominelle Wirtschaftsleistung im Zeitraum von 2012 bis 2017 von 23,9 Milliarden Euro auf 27,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 15,6 Prozent entspricht. In den vergangenen sechs Jahren wurden jeweils zwischen 7,4 und 7,5 Prozent der Wirtschaftsleistung Österreichs in Salzburg erbracht. Dividiert man diese durch die Bevölkerungszahl so ergibt dies das Bruttoregionalprodukt pro Kopf.

Service is our success

Die heimische Wirtschaft ist stark dienstleistungsorientiert. Von 2002 bis 2017 stieg der Anteil des Dienstleistungsbereiches an der Bruttowertschöpfung von 71,1 auf 75,0 Prozent. Im gleichen Ausmaß sank der Part des produzierenden Bereiches, konkret von 27,8 Prozent (2002) auf 24,0 Prozent (2017). Der Anteil der in der Land- und Forstwirtschaft erwirtschafteten Bruttowertschöpfung liegt konstant bei rund einem Prozent.

Durstlöscher als Spitzenreiter

Betrachtet man das vorige Jahr 2018, so weist die Statistik exakt 2.067 Betriebe der Warenherstellung (inklusive Bergbau) mit 39.011 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus, die einen Produktionswert von 13,0 Milliarden Euro erzielten. Der größte Bereich war übrigens die Getränkeherstellung, gefolgt vom Maschinenbau, der Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln und der Holzverarbeitung.

Baubranche mit den meisten Betrieben

Die Baubranche konnte mit ihren 2.898 Betrieben und insgesamt 18.904 Beschäftigten im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 3,4 Milliarden Euro verbuchen. Mit etwas mehr als 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kam die Energieversorgung auf einen Produktionswert von 1,6 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu erwirtschaftete die Wasserversorgung und Abfallentsorgung mit rund 1.200 Beschäftigten 0,3 Milliarden Euro.

Salzburger Produkte kommen bei Nachbarn an

Produkte aus Salzburg werden auch bei den Nachbarn immer beliebter: Die Exporte der heimischen Wirtschaft waren im Jahr 2017 mit 12,0 Milliarden Euro deutlich höher als 2011 mit 8,5 Milliarden Euro. 2017 blieben rund zwei Drittel der Waren im europäischen Raum. Dennoch, die Exportkurve nach Übersee zeigt aufwärts: der Anteil dorthin stieg von 26,0 Prozent (2011) auf 31,2 Prozent (2017).

Handwerk hat Zukunft  

In den vergangenen sechs Jahren wurden hierzulande jährlich zwischen 2.000 und 2.400 Unternehmensneugründungen registriert. Jeweils rund die Hälfte davon war ein Gewerbe- bzw. Handwerksbetrieb.

Copyrightfoto: LMZ Franz Neumayr

Erfolgreiche heimische Wirtschaft: Beim Bruttoregionalprodukt liegt Salzburg österreichweit an der Spitze. Im Bild: LH Wilfried Haslauer bei der STM Stein-Moser GmbH mit Robert Stocker und Kaymaz Turgay.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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