AK: Ärger über SECOP-Schließung

„Fassungslos“ reagiert der Präsident der steirischen Arbeiterkammer, Josef Pesserl, auf die Bombe, die das Management der Fürstenfelder SECOP (ehemals „Nidec“) heute in einer Betriebsversammlung mit der Ankündigung der Produktionsverlagerung in die Slowakei platzen ließ.

„Oberste Priorität“ habe in dieser Situation die Existenzsicherung der rund 280 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Angehörigen, forderte Pesserl Bundes- und Landespolitik auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die mit der bis August 2020 avisierten Teilschließung verbundenen Kündigungen aufzufangen. „Gerade in dieser strukturschwachen Region brauchen wir alle Instrumente wie beispielsweise eine Arbeitsstiftung und die Ansiedelung neuer Betriebe, um die betroffenen Kolleginnen und Kollegen nicht im Regen stehen zu lassen.“

Erst vor einem halben Jahr hatte SECOP den in Fürstenfeld ansässigen Erzeuger von Kühlkompressoren übernommen. Im Zuge der Übernahme war der langfristige Bestand des Standortes Fürstenfeld in Aussicht gestellt worden. „Jetzt, nach nur einem halben Jahr überfallsartig die Produktion von Fürstenfeld in die Slowakei zu verlagern, ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Familien“, macht AK-Präsident Josef Pesserl seinem Ärger Luft.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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