Aufrüttelnde ÖBB-Kampagne „Pass auf dich auf“ in der Steiermark

Die neue Sicherheitskampagne setzt verstärkt auf Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung. Sujets mit jungen Erwachsenen zeigen schwerwiegende Folgen von Unfällen auf Bahnanlagen.

(Graz, 21.10.2019) – Die ÖBB haben wieder eine neue Sicherheitskampagne gestartet, um das Bewusstsein für die sichere Benutzung von Bahnanlagen zu schärfen. Im Vorjahr sind in Österreich 23 Menschen wegen unüberlegtem Handeln und Leichtsinn an Gleisanlagen zum Teil schwer verunglückt, einige leider auch tödlich. Dazu kommen noch 62 Unfälle mit Verletzungen an Eisenbahnkreuzungen, die in fünf Fällen tödlich endeten. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene begeben sich häufig aus Unwissenheit und Leichtsinn in Lebensgefahr.

Steiermark

Unter anderem waren 2018 in der Steiermark an Eisenbahnkreuzungen insgesamt 12 Zusammenpralle mit 2 Toten und 5 zum Teil schwer verletzten Personen zu verzeichnen. Bis dato liegt die Unfallbilanz 2019 an Eisenbahnkreuzungen zwischen Kraftfahrzeugen und Triebfahrzeugen bei 6 Unfällen mit 3 Toten und 6 zum Teil schwer verletzten Personen. Neben Niederösterreich ist die Steiermark in ganz Österreich das Bundesland mit den häufigsten Unfällen zwischen Kraftfahrzeuge gegen Triebfahrzeuge. Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung der Straßenbenützer bleiben daher bei dieser neuen Kampagne weiterhin „das“ Thema um diese schwerwiegenden Unfälle zu vermeiden.

Kampagne „Pass auf dich auf“ zeigt schwerwiegende Folgen von Unfällen

Die Kampagne „Pass auf dich auf“ appelliert an die Eigenverantwortung. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene werden angehalten, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und in vollen Zügen zu genießen – aber an Bahnanlagen Vorsicht walten zu lassen. Denn leichtsinniges Verhalten kann hier zu schwersten Verletzungen führen. Um das zu unterstreichen, wurden vier Sujets gestaltet, die schwerwiegende Folgen eines leichtsinnigen Verhaltens auf Bahnanlagen visualisieren. Denn besonders im Eisenbahnverkehr gibt es Gefahren, die vielen Menschen oft nicht bewusst sind. So haben Züge einen sehr langen Bremsweg: Ein Güterzug mit 100 km/h benötigt etwa 700 bis 1.000 Meter, um stehen zu bleiben – ein Auto mit derselben Geschwindigkeit nur rd. 90 Meter.

Information auch bei Sicherheitsvorträgen an Schulen

Neben den neuen Kampagnensujets setzen die ÖBB wieder auf emotional gestaltete Videos zu den möglichen Gefahrensituationen, die wachrütteln und zur Diskussion anregen sollen. Sie sind auf www.passaufdichauf.at zu sehen. Im Zuge der aktuellen Kampagne werden auch Plakate mit emotionaler Botschaft auf Bahnhöfen und an Schulen aufgehängt.

· Das Überschreiten der Gleise ist lebensgefährlich!

· Bahnhöfe sind keine Spielplätze! Warte am Bahnsteig hinter der Sicherheitslinie!

· Bahnstrom ist Starkstrom – schon in der Nähe besteht Lebensgefahr!

· Achte bei Eisenbahnkreuzungen auf herannahende Züge!

Zusätzlich bieten die ÖBB Schulleitungen die Möglichkeit, sich während des ganzen Schuljahres unter der E-Mailadresse sicherheitskampagne@oebb.at für einen Sicherheitsvortrag anzumelden. In den nächsten Tagen werden auch österreichweit 70.000 Folder an den Bahnhöfen ausgeteilt.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlingen sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Foto:
© ÖBB/Mosser
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at