Steiermark mit Schladming-Dachstein, Aussee und Gesäuse startklar für die kommende Wintersaison

Elementare Veränderungen nutzen!

Die Steiermark geht optimal vorbereitet in die Wintersaison 2019/2020: Große Investitionen haben zahlreiche Schiberge noch attraktiver gemacht allen voran die neue 10er Gondelbahn auf die Planai. Und es ist jede Menge los im ganzen Land. Vor allem aber will sich Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl trotz aller Erfolge, wie sie sagt, „wichtigen neuen Trends stellen“.

„Obwohl die Steiermark in Sachen Wintersport, Wintererlebnis und Wintergastlichkeit hervorragend aufgestellt ist, müssen wir uns elementaren Veränderungen stellen. Es sind Veränderungen, die ich für unser Land viel mehr als Chance denn als Risiko sehe“, so die Landesrätin. Für Eibinger-Miedl sind es vor allem drei Trends, denen sich die Steiermark zu stellen habe: „Zu Beginn dieses Jahres hat die neu eingerichtete Forschungsgruppe ‚Tourismusforschung‘ bei Joanneum Research ihre Arbeit aufgenommen. Die ersten Erkenntnisse zeigen, dass wir vor allem die Phänomene einer älter werdenden Gesellschaft – Stichwort Gesundheitstourismus – eine stärkere Fokussierung auf die Beziehung zwischen Gastgebern und Gästen sowie den Trend zur Nachhaltigkeit im Auge haben müssen!“

Wichtiger Trend Nummer eins sind die demografischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen. Eibinger-Miedl: „Es entstehen zunehmend veränderte Ansprüche, beispielsweise die Begeisterung für das Winterwandern.“ Das lasse sich damit erklären, dass Menschen mit zunehmendem Alter die erhöhte Verletzungsgefahr auf den Skipisten scheuen, aber auf den Zauber der weißen Pracht nicht verzichten wollen. Daran knüpft die Landesrätin Fragen: „Haben wir genug gut präparierte Winterwanderwege? Haben alle Seilbahnen entsprechende Angebote für Gäste, die nicht mehrfach am Tag auf und ab fahren wollen? Und haben wir weitere Ideen für diese Zielgruppen? Diesen Themen müssen wir uns stellen.“

Neuer Schwerpunkt in der Tourismusstrategie

Darüber hinaus spielt das Thema Gesundheit im Urlaubs- und Freizeitverhalten vieler Gäste eine immer größere Rolle und die Tendenz ist stark steigend. Der Standort-Wettbewerb um Reisende, die bei ihrem Urlaub die psychische und physische Regeneration in den Mittelpunkt stellen, ist bereits voll im Gange. Landesrätin Eibinger-Miedl sieht hier große

Chancen: „Die Steiermark ist dank der zahlreichen hochqualitativen Thermen mit ihrem heilenden Wasser, dank des großen Waldreichtums, der intakten Naturlandschaften und der hohen Luftqualität ein idealer Boden für Aufenthalte zur Gesundheitsvorsorge. Wir haben hier bereits ein vielfältiges Angebot, das Steiermark Tourismus unter der Marke ‚Grünkraft‘ bewirbt. Wir werden unsere Bemühungen in diesem Bereich aber verstärken.“ In der künftigen Tourismusstrategie wird der Gesundheitstourismus daher ein eigener Schwerpunkt sein.

Fokus „Gastfreundschaft“ – Steiermark an der Spitze

Trend Nummer zwei bezieht sich auf die Ergebnisse einer aktuellen, großen Studie des Frankfurter Zukunftsinstituts. Sie sagt, die Zukunft gehört dem so genannten „Resonanz- Tourismus“, der die gute, alte „Gastfreundschaft“ wieder als zentrales Element sieht. Eibinger-Miedl: „Also genau das, was wir in der Steiermark besser können als die meisten Anderen. Dieser Begabung sollten wir uns – und zwar im Winter wie auch im Sommer – noch stärker bewusst sein!“ Deshalb wird die bestens etablierte Marke „Kulinarium Steiermark“ entsprechend ausgebaut. Durch eine verstärkte Bewerbung sollen weitere Betriebe gewonnen werden.

Nachhaltiger Tourismus

Auch das weltweit große Interesse an allem rund um die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit wirkt sich auf den Tourismus aus. Für eine wachsende Gruppe von Gästen sind beispielsweise die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie umweltfreundliche, effiziente
und innovative Mobilitätskonzepte vor Ort entscheidende Kriterien für die Wahl des Urlaubsorts. „Diese Gäste wollen Nachhaltigkeit als glaubwürdiges und bis ins kleinste Detail stimmiges Gesamtkunstwerk. Wir sind hier zwar gut aufgestellt, müssen uns aber weiterhin anstrengen.“, so Landesrätin Eibinger-Miedl

Für all das gibt es von Seiten des Tourismusressorts kräftigen Rückenwind in Form von Fördermitteln. Im kommenden Jahr soll eine groß angelegte Qualitätsoffensive den heimischen Betrieben bei Investitionen in die Angebotserweiterung sowie in umfangreiche Erneuerungen zur Seite stehen. Dafür werden 4,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Daraus sollte für den steirischen Tourismus ein Investitionsvolumen im Umfang von 34,5 Millionen Euro entstehen. Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl wird im Jahr 2020 auch wieder gezielt kleine und mittlere Ski- und Langlaufgebiete bei Investitionen in Lift-, Pisten- und Loipenanlagen unterstützen. Dafür steht insgesamt eine Million Euro bereit.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es auch für steirische Schulen, die im nächsten Jahr einen Schikurs in der Steiermark planen. Die von Landesrätin Eibinger-Miedl initiierte Schulskikurs- Offensive, die zuletzt für sehr viel positives Echo gesorgt hat, wird auch im Schuljahr 2020/21 fortgesetzt. Auf entsprechenden Antrag werden die Kosten für den Hin- und Rücktransport von der Schule zum Skikursort übernommen. Insgesamt stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Im Schuljahr 2019/20 profitieren 276 Klassen aus der gesamten Steiermark von der Förderaktion.

Alle Bilder: © Steiermark Tourismus / Bernhard Loder

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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