ÖBB: Gleisgeschichten – „Vom Eisenbahntraum zur Traumeisenbahn“

Den Traum vom eigenen Haus mit Garten und Pool hat sich Familie Stotz längst erfüllt. Was da noch fehlt? Zum Beispiel eine eigene Eisenbahn. Mit der Pfalzberger Feldbahn haben sich Vater und Sohn einen Lebenstraum erfüllt:Vom Eisenbahntraum zur Traumeisenbahn“. „

(Graz, 27. September 2019) – Was da durch den Garten von Familie Stotz im beschaulichen Ort Tobelbad in der Steiermark rollt, ist kein Spielzeug oder eine Gartenbahn. Ein Zug in voller Lebensgröße taucht da zwischen den Hecken auf und fährt beim Swimmingpool, an den Blumenbeeten und am Hühnerstall vorbei. Gezogen von einer 4,7 Tonnen schweren knallorangen Zwei-Zylinder-Diesellok der Firma Gmeinder rollt die Feldbahn von Harald Stotz. „Ich werde öfters für verrückt gehalten, wenn ich jemanden erzähle, dass ich mit meiner eigenen Eisenbahn rund ums Grundstück fahre. Wenn ich aber die ganze Geschichte erzähle und warum ich diese Bahn gebaut habe, dann schaut die Sache anders aus.“

Der große Traum

Harald Stotz hat etwas, wovon andere Eisenbahnenthusiasten nur träumen. In einem 270 Meter langen Rundkurs fährt seine Pfalzberger Feldbahn, eine „echte“ Schmalspureisenbahn in der Spurweite 600mm rund um sein Haus und das seiner Eltern. „Der große Traum meines Vaters war immer eine eigene Feldbahn, wir haben sehr oft darüber geredet“, erzählt Harald Stotz. Dann kam alles anders. „Als 2016 bei ihm eine schwere Krankheit diagnostiziert wurde, wollte ich ihm diesen Wunsch erfüllen.“ Herr Stotz setzte alle Hebel in Bewegung. Es gelang ihm in relativ kurzer Zeit, die Lok bei einem Sammler aufzutreiben und auch das Schienenmaterial zu finden. Die anstehende Arbeit wurde von der Familie gemeinsam gestemmt. „Wir haben alles selber gemacht: 400 Schwellen aus Lerchenholz gehobelt und verlegt, die Schienen selber gebogen.“ Das Ganze hat sich zu einem Mammutprojekt entwickelt, bei dem in rund 11.000 Arbeitsstunden knapp 170 Tonnen Gleisschotter verbracht worden sind. Blumenhecken und Büsche wurden versetzt, zwei tonnenschwere Brücken errichtet und ein eigenes Bahngebäude durfte natürlich auch nicht fehlen.

Rührende Momente

Doch die harte Arbeit zahlte sich aus. Das Projekt Feldbahn nahm Gestalt an und schließlich, nach eineinhalb Jahren, war der Traum auf Schienen fertig und die Freude über die Eisenbahn im Garten groß. „Ich habe es meinem Vater nie direkt gesagt, dass ich das für ihn baue. Aber es hat ihn gefreut, es hat ihm Spaß gemacht und ich glaube, er hat gewusst, dass ich es für ihn gemacht habe“, erinnert sich Harald. Nach vielen Fahrten mit der Traumeisenbahn ist Helmut Stotz am 15. August 2018 gestorben. „Er ist immer bei uns, er ist immer bei der Bahn und bei jeder Fahrt dabei.“ sagt Harald und zeigt den Urnenstock, den er neben den Gleisanlagen errichtet hat. “Genau neben der Bahn, wo er es immer haben wollte. Dort kommt auch seine Urne hinein.“ Es ist eine Liebe zur Eisenbahn über den Tod hinaus. Das Projekt Feldbahn ist aber damit nicht zu Ende. Es existieren Ausbaupläne in ein benachbartes Waldstück. „Vielleicht kann ich dann mit meiner Bahn Schwammerlsuchen gehen“, lacht Harald und tuckert mit seiner knallorangen Lok mit Mutter Hildegard bei den Hortensien vorbei und lebt seinen Traum auf Schienen.

Mehr Gleisgeschichten gibt es auf unserem Blog: https://blog.oebb.at/gleisgeschichten/

ÖBB „Gleisgeschichten“

Mit der Onlinevideoserie „Gleisgeschichten“ holen die ÖBB Menschen mit besonderer Verbindung zu Bus und Bahn vor den Vorhang und lassen sie ihre persönliche Geschichte erzählen. Aufgrund des großen Erfolges im letzten Jahr, läuft bei den ÖBB 2019 bereits die zweite Staffel. Zu sehen ist die achte Episode der zweiten Staffel „Vom Eisenbahntraum zur Traumeisenbahn “ wie immer auf dem Facebook- und YouTube-Kanal der ÖBB. Bis Ende 2019 folgt jeden Monat eine weitere „Gleisgeschichte“. Die Serie wurde 2019 bereits mit dem „Best of Content Marketing“ Award sowie dem „Best Practice Award“ ausgezeichnet.

ÖBB Cannes – goldenen Delphin-Trophäe 

Bei den diesjährigen Cannes Corporate Media & TV Awards haben sich die „ÖBB Gleisgeschichten“ gegen eine starke internationale Konkurrenz behauptet. Unter 950 eingereichten Filmen wurden die „ÖBB Gleisgeschichten“ gestern Abend mit der goldenen Delphin-Trophäe ausgezeichnet. Eine Auszeichnung bei den Cannes Corporate Media & TV Awards ist von internationalem Format und in der Werbe- und Medienbranche höchst anerkannt. Daher sind die ÖBB stolz, zu den diesjährigen Preisträgern zu gehören: Die „ÖBB-Gleisgeschichten“ wurden gestern Abend in der Kategorie C33 – Webisodes mit der goldenen Delphin-Trophäe gekürt. „Der Preis zeigt einmal mehr, dass wir auf unseren digitalen Kommunikationskanälen im Trend liegen und den modernen Anforderungen entsprechen – und das mittlerweile auch auf internationalem Niveau“, freut sich Sven Pusswald, Leiter ÖBB-Konzernkommunikation.

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ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB Konzern jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen über 41.600 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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