Pkw stürzte in den Straßengraben – aktuelle steirische Polizeimeldungen

Straden, Bezirk Südoststeiermark. – Mittwochabend, 28. August 2019, kam eine 18-jährige Pkw-Lenkerin von der Fahrbahn ab und stürzte in den Straßengraben. Dabei wurde sie leicht verletzt.

Gegen 17:25 Uhr war die 18-Jährige aus dem Bezirk Südoststeiermark mit ihrem Pkw auf der L 275 von Wieden-Klausen kommend in Fahrtrichtung Kronnersdorf unterwegs. Ihren Angaben zufolge sei ihr in einer Linkskurve ein schwarzer Pkw (näheres nicht bekannt) entgegen gekommen, der die Fahrbahnmitte überragt hätte. Aufgrund eines Ausweichmanövers sei sie dann von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt.

Nach der Erstversorgung wurde die 18-Jährige ins LKH Feldbach eingeliefert.

Der Pkw wurde von den Feuerwehren Schwabau und Mureck, im Einsatz mit 20 Personen und vier Fahrzeugen, geborgen.

Fahrraddiebe entlarvt

Graz. – Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren stehen im Verdacht, zahlreiche Fahrräder an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen gestohlen und in der Folge verkauft zu haben. Als sie eines dieser Fahrräder an die ursprüngliche Besitzerin verkaufen wollten, stellten Polizisten die beiden.

Am Dienstag, 27. August 2019, erstattete eine 29-Jährige aus Graz Anzeige darüber, dass ihr Fahrrad von bislang unbekannten Tätern von einem Fahrradabstellplatz in der Babenbergerstraße gestohlen worden war. Lediglich einen Tag später fand die Grazerin ihr eigenes Fahrrad auf einer Verkaufsplattform im Internet wieder. In Absprache mit der Polizei vereinbarte die 29-Jährige schließlich einen Besichtigungstermin mit dem 17-jährigen Verkäufer aus Graz. Dieser erschien tatsächlich mit dem Fahrrad der 29-Jährigen am vereinbarten Treffpunkt (Bahnhof Don Bosco), woraufhin Polizisten ihn anhielten und kontrollierten.

Der 17-Jährige leugnete anfangs etwas mit dem Diebstahl des Fahrrades zu tun zu haben, gestand in der Folge jedoch, das Fahrradschloss mit einer Zange entfernt und das Rad im Wert von rund 300 Euro gestohlen zu haben.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 17-Jährige, gemeinsam mit einem 16-jährigen Grazer (beide Österreicher), seit Mai 2019 zumindest 23 Fahrräder auf Bahnhöfen entlang der Strecken Graz-Gleisdorf bzw. Graz-Lebring stahl und diese auf unterschiedlichen Plattformen im Internet verkaufte. Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer Diebstähle bzw. Geschädigter laufen. Die Jugendlichen werden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz auf freiem Fuß angezeigt.

Fremde aufgegriffen

Groß St. Florian, Bezirk Deutschlandsberg. – In Mitten des Frühverkehrs griffen Polizisten Dienstagfrüh, 27. August 2019, mehrere illegal eingereiste Fremde in einem Linien-Zug auf. Die fünf Männer aus Indien stellten einen Antrag auf internationalen Schutz.

Gegen 07.15 Uhr erstatteten Fahrgäste eines in Richtung Graz fahrenden Linien-Zuges (GKB) Anzeige über mehrere möglicherweise illegal aufhältige Personen. Diese waren am Bahnhof in Schwanberg zugestiegen. Polizisten kontrollierten die fünf im Zug verteilten Männer schließlich vier Stationen später am Bahnhof in Groß St. Florian. Dabei konnte keiner der Männer Dokumente vorweisen, woraufhin die Personen zum Zwecke der Identitätsfeststellung und Abklärung des Sachverhalts auf Polizeiinspektionen der Fremden- und Grenzpolizei (PI FGP) nach Spielfeld bzw. Graz-Paulustor verbracht wurden.

Dort konnte die Identität der fünf Männer aus Indien im Alter von 19 bis 29 Jahren geklärt werden. Alle fünf stellten im Rahmen ihrer Einvernahmen einen Antrag auf internationalen Schutz (Asylantrag) und wurden in der Folge über Auftrag des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA) in die Betreuungsstelle Ost nach Traiskirchen verbracht. Die Ermittlungen zur Herkunftsroute sowie zum Verdacht der Schlepperei laufen.

Nach Diebstahl festgenommen

Lieboch, Bezirk Graz-Umgebung. – Ein 55-jähriger Ungar steht im Verdacht, gemeinsam mit einem 14-Jährigen, mehrmals Industriemaschinen sowie Baumaterial von einem Firmenareal gestohlen zu haben. Polizisten nahmen den Mann in der Nacht auf Donnerstag, 29. August 2019, fest.

In der Zeit zwischen 11. Juli 2019 und 23. August 2019 kam es auf dem frei zugänglichen Firmengelände für Waschanlagentechnik zu mehreren Diebstählen. Dabei stahlen vorerst unbekannte Täter diverse Industriegüter (Zubehör für Waschanlagen und Tankstellen) sowie Autobestandteile. Dabei entstand ein Schaden von mehr als 15.000 Euro.

In der Nacht auf Donnerstag, 29. August 2019, stellten Polizisten auf Streife einen auffälligen ungarischen Kastenwagen im Nahebereich des Tatortes fest. Ein derartiges Fahrzeug wurde im Vorfeld bereits mit den Diebstählen in Verbindung gebracht. Bei der Kontrolle stellten die Beamten einen 55-jährigen Ungarn fest. Dieser war in Begleitung eines 14-jährigen Buben, ebenso aus Ungarn.

Im Fahrzeug stellten Polizisten diverse Autoreifen, Baumaterial und Kfz-Bestandteile sicher. Diese konnten bislang keinem Tatort zugeordnet werden, würden laut Angaben der Tatverdächtigen jedoch von einem offenen Container im Bereich Gleisdorf stammen. Eine durchgeführte Überprüfung konnte dies bisher nicht bestätigen. Die Tatverdächtigen zeigten sich bei der Einvernahme teils geständig. Der 14-Jährige soll einen Teil des Geldes, welches aus dem Verkauf der Beute erlangt wurde, erhalten haben.

Beide wurden erkennungsdienstlich behandelt und in der Folge über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz auf freiem Fuß angezeigt.

Hoher Schaden durch Anlagebetrug

Altaussee, Bezirk Liezen, – Ein 55-Jähriger aus dem Bezirk Liezen investierte seit Ende Mai 2019 in ein Offshore-Unternehmen und dürfte einen hohen Schaden erlitten haben.

Der 55-Jährige investierte seit Ende Mai in mehreren Tranchen einen fünfstelligen Eurobetrag in eine Tradingplattform mit angeblichem Sitz auf den Marshall Islands. Seitens des Online-Händlers wurden hohe Renditen versprochen. Die Abbuchung der Teilbeträge erfolgte über eine spezielle Computer-Software auf dem PC des Geschädigten. Als der 55-Jährige eine Auszahlung seines angeblichen Gewinns forderte, wurde das vom Unternehmen, das keine Banklizenz in Österreich besitzt, verweigert. Eine Auszahlung wäre laut Unternehmen erst nach Überweisung eines weiteren fünfstelligen Betrages (angebliche Steuern und Gebühren) möglich. Wie die Erhebungen der Ermittler ergaben, dürfte es sich um eine Scheinfirma handeln.

Tipps der Kriminalprävention:

–          Steigen Sie keinesfalls auf derartige Angebote ein! Diese Angebote klingen nur verlockend – sind es aber nicht!

–          Seien Sie generell und besonders bei hohen Gewinnversprechungen vorsichtig. Wenden Sie sich an einschlägige Beratungszentren bzw. Ihr Bankinstitut oder Ihren Vermögensberater.

–          Prüfen Sie vor solchen Investments sorgfältig und führen Sie eine Internetrecherche über die Tradingplattform durch.

–          Eine Strafverfolgung in den Ländern, in denen diese Unternehmen ihren Sitz haben, ist praktisch nicht durchführbar.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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