ASFINAG: Smartes Lagermanagement-System sorgt für sparsamen Einsatz von Salz, Sole und Diesel

Sensoren für 400 verschiedene Lagerorte am gesamten hochrangigen Straßennetz werden bis Winter 2020/2021 installiert

Österreich stöhnte zuletzt unter den heißen Temperaturen. Die ASFINAG denkt aber schon jetzt an die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit, denn der nächste Winter kommt bestimmt. Wesentlich für den Kampf gegen Schnee und Eis sind ausreichende Ressourcen wie Salz, Sole und Diesel. Für eine optimale Übersicht, aber auch aus Gründen der Nachhaltigkeit etwa beim optimierten Einkauf setzt die ASFINAG auf Innovation. 400 Lagerorte erhalten ein smartes Lagermanagement-System, das mit Sensoren stets automatisch den Überblick wahrt. Autobahnmeistereien, Winterstützpunkte und zahlreiche Außenlager am hochrangigen Straßennetz erhalten dieses Upgrade.

Moderne Technik sorgt für Überblick

Die Daten der Sensoren werden bei diesem österreichweiten Projekt mit Übertragungseinheiten an eine zentrale Datenbank übermittelt. Diese Daten werden für das zentrale Salzmanagement in den jeweiligen Gesellschaften, für die Autobahnmeistereien sowie für Frächter und Lieferanten ausgewertet.

Das Ziel dabei: Das Bestellen dieser Güter wird optimiert, der Nachschub kann noch besser kontrolliert werden. Damit gewährleistet die ASFINAG, dass zum einen diese Güter stets in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Zum anderen wird das Nachbestellen vereinfacht und der Verbrauch effizient überwacht. Immerhin werden pro Jahr im Schnitt 100.000 Tonnen Salz und fünf Millionen Liter Diesel verbraucht.

Erfahrungsaustausch mit Ausland

Beim Landesamt für Straßenwesen an der Autobahnmeisterei in Limbach (Deutschland) hat man bereits gute Erfahrungen mit einem Messsystem für eine Salzhalle gemacht. Hier genügen zwei Radarsensoren, die seitlich montiert eine Tiefenmessung in der Halle durchführen. Aufgrund der vorgegebenen Länge der Halle kann so eine Ist-Länge der Befüllung der Halle berechnet werden. Im Rahmen der Detailplanung wird das Projektteam der ASFINAG auch diese Möglichkeit prüfen und mit Teststellungen eigene Erfahrungen vor einer österreichweiten Ausrollung sammeln.

Wie genau diese technische Umsetzung je Lagerort aussehen soll, ist das Ergebnis der laufenden Planungsarbeit und soll im Spätsommer entschieden werden. Die ASFINAG plant, das smarte Lagermanagement-System im Winter 2020/2021 im Echtbetrieb zu haben. Die Kosten dafür liegen bei 4,4 Millionen Euro.

Foto:
© ASFINAG

Stellvertretend für das gesamte Projektteam kümmern sich Thomas Greiner (links) und der Steirer Heimo Berghold um das „weiße Gold“ der ASFINAG.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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