addendum: Die dunkle Seite der Wasserkraft

Rund 5.200 Wasserkraftwerke stehen entlang der österreichischen Flüsse. Sie produzieren Ökostrom, oft schon seit mehr als hundert Jahren. Gleichzeitig richten vor allem Kleinwasserkraftanlagen ökologischen Schaden an.

Danke, Wasserkraft!“ – mit diesem Slogan verbreitete ein österreichischer Stromanbieter jahrelang seine Botschaft von der vermeintlich vollkommen sauberen und nachhaltigen Energiequelle Wasserkraft. Bei einem genaueren Blick auf diese Art der Stromproduktion zeigt sich jedoch insbesondere die Ökobilanz der Kleinwasserkraft als bei weitem nicht so grün wie vermutet. Zwar liefert sie nahezu emissionsfreien Strom. Der Preis dafür ist aber ein hohes Maß an Verbauung, gefolgt von Verlust an natürlichem Lebensraum. Unterm Strich sehen Umweltschützer, dass im Tausch gegen eine sehr kleine Menge Strom ein großer Schaden in puncto Artenvielfalt in Kauf genommen wird.

Größere Flüsse fließen auf einer Länge von 32.000 Kilometer durch Österreich. In ihrem Lauf werden sie durchschnittlich alle 1.000 Meter von insgesamt 33.000 Querbauwerken unterbrochen. Ein Großteil davon sind Hochwasserschutz- und andere Bauwerke, wie etwa Schleusen oder Bauten für das Geschiebemanagement. Und eben Wasserkraftwerke. All diese Bauten stellen gemeinsam einen der wesentlichen Gründe dar, warum nur etwas mehr als ein Drittel der Fließgewässerin einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand ist.+

Die Kleinsten sind die meisten

Allerdings: Wasserkraft ist nicht gleich Wasserkraft. Enorme Unterschiede gibt es vor allem bei der Größe und damit dem Leistungsvermögen der Anlagen. Tausende von ihnen sind so klein, dass sie in Summe kaum Strom erzeugen. Den Löwenanteil des Wasserkraft-Stroms liefern vielmehr wenige große Kraftwerke.  Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität für Bodenkultur (BOKU) und der Joanneum Research Graz…..

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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