Zukunftswerkstatt des Freien Rundfunks Österreichs mit internationaler Beteiligung im Gesäuse

Die Freien Radios und TV-Stationen Österreichs trafen sich im Nationalpark Gesäuse zu einer mehrtägigen Zukunftswerkstatt. Initiiert wurde dieses Treffen von COMMIT (Community Media Institut) und es fanden sich knapp 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Schloss Röthelstein in Admont ein. Besonders interessante Möglichkeiten zum Austausch ergaben sich nicht nur zwischen den österreichischen VertreterInnen, darunter natürlich auch von Radio FREEQUENNS, dem Freien Radio im Ennstal, sondern vor allem durch die internationale Beteiligung: Mit dabei waren  nämlich auch Kolleginnen der Freien Radios in Luzern, Nürnberg und Luxemburg. Sie brachten interessante Inputs über den Status quo des Freien Rundfunks in Europa ein, die für interessanten Austausch und intensive  Diskussionen sorgten, aber auch dazu, wie sich in naher Zukunft die Freie Rundfunkszene in Österreich und europaweit entwickeln wird. Konsens ist, dass die Freien Radio und TV-Stationen durch die aktive Beteiligung der Bevölkerung am Programm enorm profitieren.  Präsentiert  wurde in Admont auch der derzeit entstehende Public Value Bericht, der bei der Akademie der Wissenschaften in Auftrag gegeben wurde und die Leistungen des Freien Rundfunks untersucht. – Anerkannt wird die enorme Bedeutung des Freien Rundfunks auch vom Europarat, der darin eine unverzichtbare Ergänzung zum öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Privatrundfunk sieht. (Erklärungen der Ministerkonferenz des Europarates von 2009 und 2018).

Einmal mehr unterstreichen die Teilnehmer und TeilnehmerInnen, dass die Freien Radios und TV-Stationen seit rund 20 Jahren einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, dass aber dennoch jetzt die Weichen für die Zukunft des dritten Rundfunksektors in Österreich (neben Öffentlich-Rechtlichem und Privat-Kommerziellem) gestellt werden müssen. Die Herausforderungen der Zukunft lauten: massive Veränderung der Medienlandschaft, Digitalisierung und veränderte Hörgewohnheiten, um nur einige zu nennen.

Die Vertreter und Vertreterinnen der Radio- und TV-Stationen ziehen ein überaus positives Resümee dieser Tagung: Sie sehen ihre Stärken in der Lokalität und Regionalität ihres Mediums,  der aktiven Einbeziehung der BewohnerInnen des Sendegebiets und der Vernetzung der Stationen untereinander. Die nächste Zukunftswerkstatt des Freien Rundfunks Österreichs ist quasi schon in Planung, um die definierten Ziele weiterzuentwickeln.

Fotocredit: W. Moser

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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