addendum: Milch – warum eigentlich?

FDass Milch besonders gesund ist, dass sie groß und stark macht und die Knochen robust werden lässt04, weiß in Österreich jedes Kind – aus der Schule. Informationen über die Vorzüge des regelmäßigen und ausreichenden Milchkonsums gehören in Österreich gewissermaßen zum Einmaleins der Ernährungskunde, die Milch-Informationen, die im Rahmen der Schulmilchaktion zur Verfügung gestellt werden, waren immer Teil des Unterrichts.

Träger der nach wie vor ziemlich massiven Kampagne für mehr Milchkonsum im Interesse der Kindergesundheit ist allerdings nicht eine Gesundheits- oder Bildungsinstitution, sondern mit der Agrarmarkt Austria (AMA) jene Organisation, die für die professionelle Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte zuständig ist. Ohne die Wirkung von Milch und von Tabak auch nur annähernd miteinander vergleichen zu wollen, ist das strukturell dann doch ein wenig so, als würde die Internationale Tabakmarketingorgansation in den Schulen über Vor- und Nachteile des Zigarettenkonsums informieren.+Projekt abonnieren

In früheren Zeiten hieß die Milch-Informationsgesellschaft sogar Milchpropaganda-Gesellschaft, aber das ist schon eine Weile her. Damals wie heute ging es nicht in erster Linie um Gesundheit, sondern um Marketing. Die Schulmilchaktion02 war und ist ein Vehikel der Absatzförderung von landwirtschaftlicher Überproduktion. Es werden dabei zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Einerseits lässt sich – massiv gefördert von der Europäischen Union – die Überproduktion an Milch und Milchprodukten an den jungen Mann und die junge Frau bringen, andererseits kann man so zukünftige Kunden langfristig beeinflussen……

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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