Nachwuchskräfte freuen sich auf die Möglichkeit im Heimatbezirk tätig sein zu können

Angehende Hebamme und Medizinstudent für Leitspital:

Die letzthin getätigten Aussagen der Ärzte und der Pflegedirektorinnen im Bezirk machen deutlich: Wir brauchen dringend „Nachwuchs“ an Personal im Gesundheitsbereich! Alle Experten und vor allem die führenden Spitalsärzte unseres Bezirkes sind sich einig, dass die aktuell bestehende kleinteilige Struktur der Spitäler eine Sackgasse ist, was die Ausbildungs- und Karrierechancen junger Menschen angeht. Es braucht größere Einheiten, um eine nicht nur gesetzeskonforme, sondern tatsächlich auch attraktive Ausbildungsqualität zustande zu bringen. Wir als Bürgermeister setzen uns für das Leitspital ein, weil wir auch in Zukunft noch eine funktionierende Gesundheitsversorgung haben wollen. Wir wollen ein Spital mit Ärzten, wir wollen Gesundheits- und Facharztzentren, die mit Ärzten besetzt sind, wir wollen, dass es weiterhin die niedergelassenen Ärzte gibt. Damit das sichergestellt ist, muss der Bezirk attraktiv bleiben und noch attraktiver werden.

In letzter Zeit wurde von den Kritikern immer wieder in Zweifel gezogen, ob die Ärzte denn wirklich ihre Überzeugungen vertreten, wenn sie sich für das Leitspital aussprechen. Es wurde unterstellt, sie würden Anordnungen bekommen und nur auf ihre Karriere schielen.

Daher wollen wir diejenigen zu Wort kommen lassen, denen man keine Befangenheit unterstellen kann und die aus eigener Erfahrung und Überlegungen sprechen:

Der 21-jährige Moritz Streußnig ist Irdninger und studiert in Graz im zweiten Semester Medizin. Die ebenfalls aus Irdning stammende Daniela Forstner ist 22 Jahre alt und absolviert seit 2017 ein Hebammen-Studium in Zürich. Beide blicken voller Zuversicht in Richtung des Jahres 2025, wenn sie – nach ersten gesammelten Erfahrungen – die Chance haben werden, in einem Krankenhaus in ihrem Heimatbezirk Liezen zu arbeiten, wo ihnen eine gute Ausbildung, ein attraktives Arbeitsumfeld und entsprechende Ausbildungs- und Karrierechancen geboten werden.

„Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind besonders bedeutungsvolle Phasen für eine werdende Familie. Deshalb brauchen gerade jene, die Geburten begleiten – Ärzte, Hebammen, Helfer – möglichst viel Erfahrung, um in jeder geburtshilflichen Situation richtig reagieren zu können. Je öfter man etwas macht, desto besser kann man es. Und je öfter man mit Ausnahmesituationen konfrontiert wird, desto routinierter weiß man damit umzugehen. Das erfahren wir jeden Tag in unserem Studium. Ich persönlich freue mich, dass es bald auch im Bezirk Liezen eine Geburtenstation geben wird, die eine Größe hat, die internationalen Standards entspricht, was die Anzahl der Geburten angeht. Denn nach dem Abschluss meines Studiums möchte ich in einer Geburtenstation arbeiten, wo ich gefordert bin, in Übung bleibe und mich auch entsprechend weiterentwickeln kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn das durch das neue Leitspital auch zuhause im Bezirk Liezen möglich wird“, beschreibt Daniela Forstner.

„„Ich stehe zwar noch relativ am Anfang meines Medizinstudiums, eines ist für mich aber klar: als fertiger Arzt wird für mich und meine Kollegen mein Heimatbezirk durch das neue Leitspital um einiges interessanter hinsichtlich der späteren Berufsausübung. So gute Arbeit auch sicher in den bestehenden Krankenhäusern von den Ärzten und Pflegern gemacht wird – hier würde ich für eine gute, breite Ausbildung gerade angesichts der Spezialisierung, die es in der Medizin mittlerweile gibt, keine Möglichkeit sehen. Man muss üben und Behandlungen öfter durchführen, um ein entsprechendes Können und eine Routine zu erwerben. Meine Heimat wäre mir als Arbeitsplatz natürlich am liebsten – aber dafür braucht es ein Krankenhaus, das ein großes Leistungsspektrum zum Lernen und in weiterer Folge Zukunftsperspektiven bietet. Das neue Leitspital scheint für mich genau das zu sein. Ich möchte nämlich ein Arzt werden, der seine Patienten bestmöglich versorgen kann – gut geübt und routiniert“, erklärt Moritz Streußnig.


Fotos: © privat

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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