Wintersportsplitter aufgesammelt: Triumph von Lukas Mathies bei Weltcup-Parallelslalom in Winterberg



Lukas Mathies hat am Samstag beim Parallelslalom in Winterberg (GER) seinen zweiten Weltcup-Sieg gefeiert! Der Vorarlberger bezwang im großen Finale den Deutschen Stefan Baumeister, der sich mit Rang zwei die kleine PSL-Kristallkugel sicherte. Dritter wurde der Slowene Zan Kosir vor seinem Landsmann Tim Mastnak. Bei den Damen musste sich die Kärntnerin Daniela Ulbing im kleinen Finale der Schweizerin Ladina Jenny geschlagen geben und wurde als beste Österreicherin Vierte. Sabine Schöffmann unterlag Ulbing im Achtelfinale nach einem Ausrutscher im oberen Streckenteil und wurde mit Rang zehn im Gesamtweltcup hinter Ester Ledecka (CZE) und Selina Jörg (GER) Dritte. Die Schweizerin Patrizia Kummer gewann das große Finale mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Jörg und holte sich damit den Tagessieg.

Mehr als fünf Jahre nach seinem Weltcup-Premierentriumph im Jänner 2014 in Rogla (SLO) kletterte Lukas Mathies wieder auf die oberste Stufe des Podests. „Die letzten fünf Jahre waren brutal schwer und nicht gerade lustig für mich. Mein Problem war, dass ich gewusst habe, dass ich schnell fahren kann, aber ich es einfach nicht auf das Brett und den Schnee gebracht habe. Daran habe ich mit den Trainern hart gearbeitet und heute ist endlich alles aufgegangen. Die Saison mit einem Sieg abzuschließen, ist das Beste, was einem passieren kann und gibt mir für das Sommertraining gleich wieder einen ordentlichen Motivationsschub“, jubelte Mathies.

Sebastian Kislinger wurde als zweitbester Österreicher Sechster. Andreas Prommegger landete unmittelbar vor seinem ÖSV-Teamkollegen Alexander Payer auf Platz elf. Für Fabian Obmann (23.), Benjamin Karl (26.), Arvid Auner (30.) und Aron Juritz (38.) war in der Qualifikation Endstation. Im Parallel-Gesamtweltcup, den der Russe Andrey Sobolev gewann, wurde Mathies als bester ÖSV-Racer vor Prommegger Fünfter. Karl reihte sich in der Endabrechnung an der neunten Stelle ein. Auch die PSL-Wertung schloss Mathies mit Platz vier als bester Österreicher ab.

Bei den Damen begrub Sabine Schöffmann mit dem frühen Aus im Achtelfinale sowohl im Gesamt- als auch im PSL-Weltcup ihre Chancen auf Kristall. „Wenn man sich im Nachhinein den Rennverlauf ansieht, wäre heute alles möglich gewesen. Aber leider habe ich mich schon nach dem vierten Tor hingelegt und damit war alles vorbei. Nach meiner schweren Verletzung im Vorjahr war das Ziel für diese Saison ein Top-3-Platz im Gesamtweltcup. Den habe ich zwar jetzt erreicht, aber es fühlt sich irgendwie noch nicht wirklich gut an“, meinte Schöffmann, die im PSL-Weltcup hinter Julie Zogg (SUI), Jörg und Kummer Vierte wurde. Claudia Riegler beendete das letzte Einzelrennen der Saison auf Rang 15 und landete im PSL-Weltcup an der fünften Stelle. Jemima Juritz belegte heute Rang 18.

Am Sonntag wird der Snowboard-Weltcup 2018/19 in Winterberg mit einem Mixed-Teambewerb abgeschlossen. Dabei haben Daniela Ulbing und Benjamin Karl die Chance, die kleine Kristallkugel zu gewinnen. Dem ÖSV-Duo reicht bei 700 Punkten Vorsprung auf die Italiener Nadya Ochner und Aaron March der Einzug in das Viertelfinale, um den Team-Weltcup zu gewinnen.

*** Das weitere Programm: ***

Sonntag, 24.03.2019:
14.50 Uhr: Mixed-Teambewerb

*** TV-Hinweis: ***
ORF SPORT+ überträgt den PSL-Mixed-Teambewerb in Winterberg am Sonntag, 24.03.2019, ab 14.45 Uhr LIVE!

Foto: ÖSV / Karlheinz Wieser 

Leitner sensationell Vierter in der Verfolgung



Johannes Thingnes Bö hat nach dem Sprint auch die Verfolgung in Oslo gewonnen und mit seinem 15. Saisonsieg einen neuen Weltcup-Rekord aufgestellt. Der Norweger gewann trotz drei Strafrunden 13,9 Sekunden vor seinem Bruder Tarjei Bö, der nur einen Fehlschuss verzeichnete. Dritter wurde der Deutsche Arnd Peiffer (+18,2 sec./1 Fehler), der sich im Finish gegen ÖSV-Überraschungsmann Felix Leitner durchsetzen konnte. Der Tiroler durfte nach 20 Volltreffern über Rang vier (+22,1) jubeln.

RENNVERLAUF:

Für Julian Eberhard, den gestrigen Vierten, war die Verfolgung bereits nach fünf Minuten mehr oder weniger gelaufen. Vier Strafrunden bei ersten Serie spülten den Saalfeldener auf Rang 36 zurück und begruben frühzeitig alle Hoffnungen auf einen Spitzenplatz. Somit war plötzlich Youngster Felix Leitner der rot-weiss-rote Hoffnungsträger. Der 22-Jährige, Zehnter des gestrigen Sprints, zementierte sich mit zwei fehlerlosen Liegendserien in der Spitzengruppe ein, mit der er auch läuferisch mithalten konnte. Nach fünf weiteren Treffern beim ersten Stehendschießen ging der Tiroler als Dritter in die vorletzte Runde und kam in selbiger Position zur Finalserie. Dort zeigte Leitner erneut Nervenstärke und verließ mit zwanzig Volltreffern auf Position drei liegend den Schießstand. In der letzten Runde lieferte er sich ein spannendes Podestplatz-Duell mit Arnd Peiffer, welches der deutsche Olympiasieger und Weltmeister für sich entscheiden konnte.  

„Wahnsinn, ich kann es immer noch nicht fassen. Ich war heute in so einem Flow drinnen … Ich konnte immer mitlaufen und habe versucht die Lücken zu schließen. Beim Schießen habe ich sauber gearbeitet und ist es mir voll aufgegangen. In der letzten Runde ist Arnd bis zum Schluss nicht vorbeigegangen. Zum Schluss hatte ich aber keine Chance gegen ihn, ich bin mit dem vierten Platz aber auch sehr zufrieden. Im Ziel hat er sich bei mir fast entschuldigt, dass er mich am Ende so stehen lassen hat. Ich habe ihm aber natürlich zu Rang drei gratuliert.“

Julian Eberhard beendete das letzte Verfolgungsrennen der Saison nach insgesamt sechs Strafrunden auf Rang 16, Simon Eder verbesserte sich mit drei Fehlern auf Rang 29. Dominik Landertinger fühlte sich nicht hundertprozentig fit und verzichtete auf einen Start.

Weiteres WELTCUP-PROGRAMM Oslo (NOR):
Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Damen, 13.45 Uhr (mit Hauser)
Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Herren, 16.30 Uhr (mit Eberhard, Eder, Leitner)

Hauser nach gelungener Aufholjagd Elfte



Anastasiya Kuzmina lief beim Verfolgungsrennen in Oslo in einer eigenen Liga. Die slowakische Sprintsiegerin traf alle 20 Scheiben und gewann dank schnellster Laufleistung mit einem Riesenvorsprung (1:42,8 Minuten) vor der Deutschen Denise Herrmann, die zweimal in die Strafrunde musste. Rang drei sicherte sich die Schwedin Hanna Öberg (+2:01,1/1 Fehler).

Auch die ÖSV-Läuferinnen Lisa Hauser und Katharina Innerhofer zeigten im letzten Jagdrennen der Saison eine starke Leistung. Hauser arbeitete sich mit nur einer Strafrunde von Rang 26 auf Rang 11 vor. Katharina Innerhofer verbesserte sich trotz drei Fehlern um 12 Plätze und durfte sich im Ziel über Rang 21 und damit ihr bestes Saisonergebnis freuen. Christina Rieder (42.) verpasste die Weltcup-Punkteränge knapp.

STIMMEN:

Lisa Hauser „Mit nur einem Fehler bin ich mit meiner Schießleistung voll zufrieden. Auch läuferisch war es in Ordnung, obwohl es auf der Strecke sehr zäh war, weil ich in der zweiten und dritten Runde viel alleine laufen musste. Das kostet bei diesem Gegenwind extrem viel Kraft. Trotzdem war es ein cooles Rennen.“

Katharina Innerhofer: „Wenn man in der Loipe keinen zum Mitlaufen hatte, war es aufgrund des Gegenwinds ganz schön brutal. Da hat man auch in den Flachpassagen richtig kämpfen müssen. Mit den drei Fehlern habe ich von der Platzierung her wenig an Boden verloren, wichtig war dann natürlich die fehlerlose Finalserie.“

Weiteres WELTCUP-PROGRAMM Oslo (NOR):
Samstag, 23.03.2019, Verfolgung Herren, 17.15 Uhr
Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Damen, 13.45 Uhr
Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Herren, 16.30 Uhr

Langlauf – Teresa Stadlober in Québec 27.



Teresa Stadlober kommt heute in Québec (CAN) im ersten Distanzbewerb des Saisonfinales nicht über die Top 20 hinaus. Im Massenstartrennen über 10 Kilometer in der klassischen Technik verlor die 26-jährige Salzburgerin schon nach fünf Kilometer den Anschluss zur Spitzengruppe und musste sich mit dem 27.Platz zufriedengeben. Stadlober ging mit Startnummer 33 in das Rennen des zweiten Bewerbs im Rahmen der Mini-Tour, nachdem sie im gestrigen Sprint die Qualifikation verpasste.

Überraschungssiegerin des heutigen Distanzrennens war Sprinterin Stina Nilsson (SWE). Die 25-jährige Schwedin, die gestern den Skating-Sprint für sich entschied, konnte bis zum Schluss mit Therese Johaug (NOR) und Ingvild Flugstad Oestberg (NOR) mithalten und besiegte die Norwegerinnen im Zielsprint. Somit stand Therese Johaug erstmals in dieser Saison nicht ganz oben auf dem Podest eines von ihr bestrittenen Distanzrennens. 

Ähnlich wie Stadlober kamen auch Top-Athletinnen aus anderen Nationen nicht über die Top 20 hinaus. So musste sich Heidi Weng (NOR) mit dem 24.Platz zufriedengeben; Jessica Diggins (USA) wird 29.

Bernhard Tritscher musste seinen Start für das heutige Rennen der Herren aufgrund einer Verkühlung gesundheitsbedingt absagen. Somit findet der Bewerb über 15 Kilometer ohne österreichische Beteiligung statt. 

***Teresa Stadlober***
„Das war zach heute – die Verhältnisse waren sehr schwierig und die Spur war hart und eisig. Leider fehlt mir die Power und der Punch. Durch das wochenlange Mitschleppen der Verkühlung gehen mir die Trainingseinheiten ab und das merkst du dann eben im Rennen. Meine Startposition machte es mir zusätzlich etwas schwer, mich nach vorne zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich morgen in der Verfolgung jemanden zum Mitlaufen habe.“

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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