Gemeinderatswahlen in Salzburg

Erdrutschsieg für ÖVP in der Stadt Salzburg

Die Landeshauptstadt hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Die ÖVP und ihr Bürgermeisterkandidat Harald Preuner haben bei der Gemeindevertretungs- beziehungsweise der Bürgermeisterwahl (36,7 bzw. 41,3 Prozent) in der Stadt Salzburg die Mehrheit erreicht. Damit ist die ÖVP erstmals in der Zweiten Republik mandatsstärkste Fraktion im Salzburger Gemeinderat. Auf Platz zwei gelangte die SPÖ mit 26,8 Prozent bei der Gemeindevertretungswahl, ihr Bürgermeister-Kandidat Bernhard Auinger kam auf 30,7 Prozent.

Rang drei belegten die Grünen mit 15,2 Prozent, Bürgermeister-Kandidatin Martina Berthold erreichte 13 Prozent. Viertstärkste Kraft in der Mozartstadt wurde die FPÖ mit 8,4 Prozent, ihr Kandidat Andreas Reindl kam auf 6,2 Prozent der Wählerstimmen.

Harald Preuner und Bernhard Auinger treten am 24. März zur Stichwahl an.

Wahlbeteiligung lag bei 48,2 Prozent

Insgesamt waren in der Stadt Salzburg 114.060 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 55.016 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,2 Prozent. Ungültig wählten 1,8 Prozent bei der Gemeindevertretungswahl bzw. 2,7 Prozent bei der Bürgermeisterwahl.

Der Tennengau hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Im Tennengau holte die ÖVP in elf von 13 Gemeinden die Mehrheit bei den Gemeindevertretungswahlen, davon in zehn Gemeinden die Absolute, davon wiederum in zwei Gemeinden eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die SPÖ gewann in Hallein und in Oberalm. In zehn Gemeinden wurde ein ÖVP-Bürgermeister gewählt, in Annaberg-Lungötz wurde der SPÖ-Kandidat zum Bürgermeister gewählt.

In Hallein und in Oberalm wird am 24. März eine Stichwahl folgen, in beiden Fällen tritt ein ÖVP-Kandidat gegen einen SPÖ-Kandidaten an.

Wahlbeteiligung lag bei 67,5 Prozent

Insgesamt waren im Tennengau 46.617 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 31.450 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 67,5 Prozent. In Krispl lag die Wahlbeteiligung bei 85,9 Prozent, der höchste Wert in diesem Bezirk, am geringsten war sie in Hallein (54,6 Prozent).

Der Flachgau hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  In den fünf Flachgauer Gemeinden Elsbethen, Oberndorf, Straßwalchen, Seekirchen und Mattsee wird der Bürgermeistersessel erst im zweiten Wahlgang am 24. März besetzt. Die ÖVP konnte heute in 30 Gemeinden das Bürgermeisteramt erringen, die SPÖ nur in einer, nämlich in Bürmoos. In Anif bleibt Gabriella Gehmacher-Leitner (Liste Krüger) Bürgermeisterin.

Bei der Gemeindevertretungswahl erreichte die ÖVP in 34 von 37 Gemeinden die Mehrheit, davon in 28 die Absolute, und davon in sieben eine Zweidrittelmehrheit. In Bürmoos und Oberndorf ist die SPÖ in der Gemeindestube die Nummer eins, wobei sie sich in Bürmoos auf eine Zweidrittelmehrheit von 71,6 Prozent, in Oberndorf aber „nur“ auch eine relative Mehrheit von 40,8 stützen kann. Die Liste Krüger erreichte in Anif mit 41,2 Prozent die Mehrheit.

Wahlbeteiligung lag bei 65,8 Prozent

Insgesamt waren im Flachgau 122.201 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 80.439 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 65,8 Prozent. In Hintersee und Schleedorf lag die Wahlbeteiligung bei 82,7 Prozent, der höchste Wert in diesem Bezirk, am geringsten war sie in Wals-Siezenheim (58,1 Prozent). Ungültig wählten 2,9 Prozent.

Der Pinzgau hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Im Pinzgau holte die ÖVP in 21 von 28 Gemeinden die Mehrheit bei den Gemeindevertretungswahlen, davon in 14 Gemeinden die Absolute und davon in drei Gemeinden die Zwei-Drittel-Mehrheit. Die SPÖ gewann in sechs Gemeinden, davon in drei die absolute Mehrheit. In Mittersill gewann die Liste VIERT die absolute Stimmenmehrheit. In 19 Gemeinden wurde ein ÖVP-Bürgermeister gewählt, in sieben Gemeinden ein SPÖ-Bürgermeister, in Mittersill wurde Wolfgang Viertler (Liste VIERT) zum Bürgermeister gewählt.

In Zell am See wird es am 24. März zu einer Stichwahl kommen, und zwar zwischen Peter Padourek (ÖVP) und Andreas Wimmreuter (SPÖ).

Wahlbeteiligung lag bei 69,1 Prozent

Insgesamt waren im Pinzgau 70.745 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 48.907 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 69,1 Prozent. In Dienten am Hochkönig lag die Wahlbeteiligung bei 87,2 Prozent, der höchste Wert in diesem Bezirk, am geringsten war sie in Zell am See (56,5 Prozent). Im Pinzgau wählten 4,0 Prozent ungültig.

Der Pongau hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Im Pongau holte heute die ÖVP in 15 Gemeinden die absolute Mehrheit bei den Gemeindevertretungswahlen. Die SPÖ gewann in Schwarzach und Bischofshofen die absolute Mehrheit. Die Zweidrittelmehrheit konnte die ÖVP in Pfarrwerfen, Eben, Altenmarkt, Flachau und Hüttschlag erringen, die SPÖ in Schwarzach. 

In 18 von 25 Gemeinden wurde ein ÖVP-Bürgermeister gewählt, in Schwarzach, Bischofshofen und Filzmoos gewann der SPÖ-Bürgermeisterkandidat, in Radstadt gewann Christian Pewny als einziger antretender Kandidat für die FPÖ und in Untertauern wurde Johann Habersatter mit seiner Liste zum Bürgermeister gewählt. In St. Johann und Bad Hofgastein wird am 24. März eine Stichwahl folgen.

Wahlbeteiligung lag bei 71 Prozent

Insgesamt waren im Pongau 63.544 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 45.124 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 71 Prozent. In Forstau lag die Wahlbeteiligung bei 93,8 Prozent, der höchste Wert in diesem Bezirk, am geringsten war sie in Altenmarkt (60,1 Prozent). In Mühlbach am Hochkönig wählten 8,5 Prozent ungültig, der höchste Wert im Bezirk, in St. Martin am Tennengebirge waren es am wenigsten mit 1,2 Prozent

Der Lungau hat gewählt

Ergebnisse der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Im Lungau, dem ersten fertig ausgezählten Bezirk des heutigen Wahltags, holte die ÖVP in 13 von 15 Gemeinden die Mehrheit bei den Gemeindevertretungswahlen. Die SPÖ gewann in Ramingstein 46,4 Prozent der Stimmen, in Thomatal die Liste „Gemeinsam für Thomatal“ 100 Prozent.

In 13 Gemeinden wurde ein ÖVP-Bürgermeister gewählt, in Ramingstein Günther Pagitsch von der SPÖ und in Thomatal Klaus Drießler (Liste „Gemeinsam für Thomatal“).

Mehrheitswechsel in sechs Gemeinden

In sechs Lungauer Gemeindestuben gab es einen Mehrheitswechsel gegenüber der Gemeindevertretungswahl 2014: In St. Margarethen, Mariapfarr und Muhr erreichte die ÖVP die absolute Mehrheit, zuvor hatte dort die SPÖ jeweils die relative Mehrheit. In Weißpriach wechselte die relative Mehrheit von der FPÖ zur ÖVP. In Ramingstein verlor die ÖVP ihre relative Mehrheit an die SPÖ. In Thomatal hatte 2014 die Liste Thomatal mit Valentin König die Nase vorn, diesmal die Liste „Gemeinsam für Thomatal“.

Die absolute Mehrheit konnte die ÖVP insgesamt in zwölf Gemeinden erringen, in Tweng mit 67,1 Prozent sogar die Zweidrittelmehrheit. Die Liste „Gemeinsam für Thomatal“ erreichte in Thomatal 100 Prozent der Wählerstimmen. In Ramingstein erreichte die SPÖ mit 46,4 Prozent der Wählerstimmen die relative Mehrheit.

ÖVP bleibt stärkste Kraft in den Gemeinden

Stimmenstärkste Partei in 103 Gemeindestuben / Heute 90 „schwarze“ und 13 „rote“, ein „blauer“ und vier weitere Bürgermeister gewählt

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.03.2019 

(LK)  Die ÖVP bleibt die stimmenstärkste Kraft in den Salzburger Gemeinden. Sie wurde bei den heutigen Gemeindewahlen nach Auszählung aller Stimmen in 103 der 119 Kommunen stimmenstärkste Partei. Auch bei den Bürgermeisterwahlen konnte sich in 85 Gemeinden der ÖVP-Kandidat und in fünf Gemeinden die ÖVP-Kandidatin durchsetzen.

In elf Gemeinden, nämlich in der Landeshauptstadt, in Hallein, Oberalm, Elsbethen, Mattsee, Oberndorf, Straßwalchen, Seekirchen, Bad Hofgastein, St. Johann und Zell am See müssen die jeweils zwei stimmenstärksten Kandidaten am Sonntag, 24. März in die Stichwahl, also den zweiten Wahlgang.

Für die ÖVP ist es mit einem errechneten Landeswert von xx Prozent das beste Ergebnis bei Gemeindevertretungswahlen in der Zweiten Republik, ebenso bei der seit 1994 durchgeführten Bürgermeisterwahl im Land (im ersten Wahlgang). Von den 103 Mehrheiten in den 119 Salzburger Gemeinden (96 waren es 2014) erreichte die ÖVP in 18 die Zweidrittelmehrheit, in 61 die absolute und in 24 Gemeinden die relative Mehrheit. Die SPÖ schaffte in Bürmoos und Schwarzach die Zweidrittelmehrheit, in Lend, Dienten, Rauris und Bischofshofen die absolute und in sieben Gemeinden die relative Mehrheit. Namenslisten konnten in Thomatal, Mittersill und in Anif die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen. Die Grünen konnten auch dieses Mal weder eine Gemeindevertretungs- noch eine Bürgermeisterwahl gewinnen.

Leicht rückläufige Wahlbeteiligung

Von den 434.261 wahlberechtigten Salzburgerinnen und Salzburgern sowie EU-Bürgerinnen und -Bürgern mit Hauptwohnsitz in Salzburg haben 274.004 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 63,1 Prozent und bedeutet damit einem Rückgang gegenüber den Gemeindewahlen 2014 um 1,7 Prozentpunkte. Die meisten Wähler, nämlich 93,8 der Wahlberechtigen, gab es in der Pongauer Gemeinde Forstau, in Salzburg gingen mit 48,2 Prozent die wenigsten Wähler zur Urne.

Die Wahlbeteiligung ist damit die mit Abstand geringste bei Gemeindewahlen in der Nachkriegsgeschichte. Die Zahl der ungültig Wählenden verringert sich bei den Gemeindevertretungswahlen um 0,7 Prozentpunkte gegenüber 2014.

Mandate Gemeindevertretungswahl

Die ÖVP kann wieder mit deutlichem Vorsprung die meisten Gemeindevertretungssitze für sich gewinnen. 1.153 von 2.134 möglichen Mandaten, also mit 54 Prozent deutlich mehr als die Hälfte, gehen an Kandidatinnen und Kandidaten der Volkspartei. Die SPÖ erreicht landesweit gerechnet 559 Mandate (26,2 Prozent), die FPÖ 213 (10 Prozent), die Grünen 86 (4 Prozent), alle weiteren Parteien und Namenslisten 123 (5,8 Prozent).

CopyrightLand Salzburg/ Gerald Valentin

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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