Wintersportsplitter: Nordische Kombination: Ramsauer Franz-Josef Rehrl in Klingenthal auf Platz 6


***Sechs ÖSV-Athleten unter den Top 13***

Das ÖSV-Team lieferte heute Sonntag in Klingenthal (GER) ein mannschaftlich sehr starkes Ergebnis ab. Beim erneuten Sieg von Jarl Magnus Riiber (NOR) liefen gleich sechs ÖSV-Sportler in die Top 13 der Welt. Hinter Riiber kombinierte sich Ilkka Herola (FIN; 0,5sek) auf Platz zwei und Fabian Riessle (GER; 0,7sek) auf Platz 3. Franz-Josef Rehrl wurde als Sechster (+8,6sek) erneut bester Österreicher.

Aufgrund des vorherrschenden Windes war heute Sonntag an kein Springen zu denken und der provisorische Wertungsdurchgang von Freitag wurde als Sprungergebnis herangezogen. Den gewann der Deutsche Manuel Faisst vor ÖSV-Routinier Willi Denifl (+8sek) und Überflieger Franz-Josef Rehrl (+9sek). Dahinter startete als Vierter der spätere Sieger Jarl Magnus Riiber auf die Loipe. Martin Fritz sprang als Achter ebenso noch in die Top Ten, sein Rückstand auf die Spitze betrug bereits 51 Sekunden. 

Neben dem Wind stellte dichter Schneefall die Veranstalter heute auf eine harte Probe. Im Rennen bildete sich eine 8-Mann starke Führungsgruppe, mit dabei Franz-Josef Rehrl und Willi Denifl. Während Franz-Josef Rehrl lange Zeit an der Spitze dieser Gruppe lief, kämpfte Martin Fritz knapp dahinter um den Anschluss, verpasste ihn jedoch knapp. Als auf der letzten Runde das Tempo durch Riiber, Herola und Riessle verschärfte wurde, konnte Rehrl das Tempo nicht mehr mitgehen. Denifl musste zuvor schon reißen lassen. Rehrl lief schlussendlich als Sechster ins Ziel, Willi Denifl folgt ihm auf Rang 8. Mit Martin Fritz auf Platz 9, Lukas Klapfer auf Platz 10, Lukas Greiderer auf Rang 12 und Johannes Lamparter auf Platz 13 kombinierten sich insgesamt sechs Athleten in die Top 30, was das mannschaftlich starke Ergebnis unterstreicht. 

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
18. Philipp Orter
19. Thomas Jöbstl

***Stimmen:***

***Franz-Josef Rehrl: (6.)*** „Heute war von Anfang an ein zaches Rennen. Ich bin gut mitgekommen mit der Spitze, auf den letzten Metern war dann der Ofen aber aus, ich war richtig froh als ich im Ziel war. Freitag hab ich auf der Schanze schon etwas liegen gelassen, da hatte ich nicht meinen besten Tag. Jetzt freue ich mich auf ein paar ruhigere Tage, um die Akkus wieder aufzuladen.“

***Willi Denifl: (8.)*** „Das Springen am Freitag war wieder richtig gut, ich werde langsam aber sicher stabiler auf der Schanze. Die Bedingungen heute waren sehr schwer zu laufen, aber da geht es eh jedem gleich. Mir ist zum Schluss dann etwas die Kraft ausgegangen. Nichts desto trotz bin ich zufrieden mit dem Ergebnis, die Wettkämpfe in Klingenthal machen immer viel Spass. Mannschaftlich waren wir heute richtig stark, das sieht man, dass extrem viel weitergegangen ist.“

***Martin Fritz: (9.)*** „Mit dem Sprung war ich richtig zufrieden, ich habe bei schwierigen Verhältnissen einen guten Job gemacht. Das Rennen war brutal schwierig, ich habe jede Runde gekämpft, dass ich den Anschluss an die Spitzengruppe schaffe. Speziell bei dem Wind kostet das so viel Kraft, da fehlen mir noch die letzten Körner. Nach so einer langen Rennserie ist das auch verständlich, ich muss mich erst noch ein wenig an die Rennhärte gewöhnen.“

***Audiointerviews***

Franz-Josef Rehrl:
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/franzjosefrehrlklingenthal

Martin Fritz:
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/martinfritzklingenthal

Willi Denifl:
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/deniflklingenthal19

Das Team reist heute Abend zurück nach Österreich. Kommendes Wochenende findet das nächste und zugleich letzte Weltcupwochenende vor der WM in Seefeld statt. Im finnischen Lahti steht von 8. – 10. Februar ein Teamsprint und ein Großschanzenbewerb auf der Programm.

Foto: ÖSV Derganc

Kein Podestplatz zum Abschluss in Oberstdorf (GER)
***Stefan Kraft als Siebter bester Österreicher***

Der dritte Bewerbstag beim Skifliegen in Oberstdorf hat, neben starken Schneefall, den ersten Saisonsieg von Dreifach-Olympiasieger Kamil Stoch (POL) gebracht. Auf dem zweiten Platz landete Jewgenij Klimow (RUS) vor Dawid Kubacki (POL). Stefan Kraft wurde nach seinem dritten Platz am Vortag als Siebter bester Österreicher. Mit Michael Hayböck (14.) und Daniel Huber (23.) sprangen noch zwei weitere ÖSV-Ahtleten in die Weltcup-Punkteränge. Pech hatte der Siebte des Vortages, Philipp Aschenwald, dem im ersten Durchgang ein Teil der Verschlussschnalle seines Sprungschuhs brach (die nicht rechtzeitig repariert werden konnte) und der deshalb nicht mehr antreten konnte.

Das ÖSV-Team von Cheftrainer Andreas Felder reist am Donnerstag weiter nach Lahti (FIN), wo am kommenden Wochenende am Sonntag ein Teambewerb und am Samstag ein Einzelwettkampf am Programm stehen.

***Cheftrainer Andreas Felder***
„Es waren an den drei Tagen in Oberstdorf gute und weniger gute Sachen dabei. Gestern hatten wir einen mannschaftlich starken Tag, heute nicht. Es waren ein paar Sachen dabei, die nicht ganz zu unseren Gunsten verlaufen sind. Zum Beispiel, dass Philipp Aschenwald beim Zuziehen der Riemen der Schnalle bricht. Wir dürfen aber nicht ganz unzufrieden sein, auch wenn wir wissen, dass es besser geht.“

***Stefan Kraft***
Ich habe mich heute schon kurz geärgert. Das war im zweiten Durchgang nicht ganz das, was ich mir vorgenommen habe. Das war ein bisschen zu brav. Das war ein Skisprung und kein Skiflug. Aber es waren auch keine einfachen Verhältnisse heute und ein siebter Platz ist schon in Ordnung.“

***ÖSV-Damen bleiben beim Heimweltcup in Hinzenbach ohne Podestplatz***
Nachdem Daniela Iraschko-Stolz aufgrund einer starken Erkältung bereits am Freitag die Qualifikation für den ersten Bewerb am Samstag beim Heimweltcup in Hinzenbach verpasst hatte, entschloss sich die Olympia-Zweite von Sotschi 2014 dazu, das Wochenende komplett auszusetzen, um stattdessen zu regenerieren und gesund zu werden. In ihrer Abwesenheit kamen die ÖSV-Springerinnen in zwei Bewerben nicht über einen fünften Platz von Chiara Hölzl (Sonntag) und zwei zehnte Plätze (Chiara Hölzl am Samstag, Eva Pinkelnig am Sonntag) hinaus. Der Weltcup führt die Skisprungdamen nun am kommenden Wochenende nach Ljubno (SLO), wo ein Teambewerb und ein Einzelbewerb angesetzt sind.

***Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer***
„Nach dem Ausfall von Daniela Iraschko-Stolz, hat vor allem Chiara Hölzl gezeigt, dass sie auf dem aufstrebenden Ast ist. Das war eine tolle Leistung. Vor allem ihr zweiter Sprung heute war exzellent. Eva Pinkelnig kann ebenfalls jederzeit um einen Podestplatz mitspringen und Jaqueline Seifriedsberger wollen wir bis zur WM noch näher an die Top-Ten heranbringen. Wir werden die verbleibende Zeit bis dahin gut nützen.“

Ergebnis Oberstdorf (3.2.2019)
https://oesv.info/media2/presse/c0258376a9dd5810.pdf

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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