Erste Bank Eishockey Liga: Keine Punkte für Red Bulls in Székesfehérvár. Graz 99ers gehen als Leader in die Pick Round

Salzburg geht als Vierter in die Pick Round

Székesfehérvár, 3. Februar 2019 | Der EC Red Bull Salzburg unterlag in der Erste Bank Eishockey Liga zum Abschluss des Grunddurchgangs, Phase 1, auswärts gegen Fehérvár AV19 mit 3:6, bleibt aber Vierter des Grunddurchgangs, da auch HCB Südtirol Alperia im Fernduell mit Villach keine Punkte machte. Die nun folgende Zwischenrunde – die Red Bulls starten in der Pick Round der besten sechs Teams und sind damit für das Playoff qualifiziert – beginnt am 12. Februar. 

Mit viel Offensivpower gingen die Red Bulls ohne die Rekonvaleszenten Matthias Trattnig und Layne Viveiros in Szekésfehérvár in die Begegnung und drückten den Anfangsminuten ihren Stempel auf. Der Torhüter von Fehérvár AV19, MacMillan Carruth, war von Beginn an hellwach und vereitelte die ersten guten Chancen der Salzburger. In der 12. Minute hatte Thomas Raffl die Groß-Chance allein vor dem Goalie, konnte ihn mit der Rückhand nicht überwinden. Vier Minuten später aber schoss Salzburgs Kapitän auf Querpass von Dominique Heinrich per One-timer ein stellte die verdiente 1:0-Pausenführung her. Die Hausherren hatten im Mittelteil ihre besten Möglichkeiten, Salzburgs Rückhalt Steve Michalek ließ sich aber nicht überraschen. 

Im zweiten Durchgang drückten plötzlich die Ungarn und glichen in einem immer hitziger werdenden Spiel in der 26. Minute aus, Csanad Erdely war Nutznießer eines Abprallers von Steve Michaleks Schonern. Danach glich die Partie einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Teams abwechselnd zu guten Möglichkeiten kamen. In der 35. Minute schloss Alexander Rauchenwald einen Konter 3 auf 2 mit einem satten Schuss aus dem halbhohen Slot ab und holte die Salzburger Führung zurück. Thomas Raffl hatte in der 39. Minute bei einem Alleingang eine weitere Top-Chance, konnte aber nicht erhöhen. Nach 40 Minuten führten die Red Bulls weiterhin mit dem Minimalvorsprung von einem Tor. 

Zu Beginn des Schlussdrittels drehten die Ungarn die Partie mit einem Doppelschlag. Michael Caruso traf von der blauen Linie (42.) ohne Sicht für Steve Michalek und Eric Meland traf mit dem Bauerntrick (43.) zur 3:2-Führung. Sechs Minuten später trafen die Ungarn erneut und erhöhten die Führung auf 4:2, Bence Stipsicz hatte aus Halbdistanz freie Schussbahn. In der 56. Minute netzte Janos Hari auf einen Querpass direkt vors Tor dann zum 5:2 ein. Damit war die Partie zwar fast entschieden, doch Thomas Raffl verkürzte noch einmal mit einem Rebound-Treffer auf 3:5. Fast in der Schlusssekunde aber ging die Scheibe dann ins leere Tor der Red Bulls, die sich damit in Ungarn auch im letzten Spiel des Grunddurchgangs vor der Pick Round 3:6 geschlagen geben mussten. Die Salzburger gehen dennoch als Vierter in die Zwischenrunde, da heute die punktegleichen Bozener in Villach unterlagen und ebenfalls keine Punkte machen konnten. 

In der Pick Round geht es nun darum, eine möglichst gute Ausgangssituation für die K.O.-Runde, sprich für den ‚Pick‘ zu erreichen sowie einen Startplatz in der Champions Hockey League 2019/20 zu erkämpfen. Die Pick Round beginnt am 12. Februar und dauert bis 10. März. 
Erste Bank Eishockey Liga 
Fehérvár AV19 – EC Red Bull Salzburg 6:3 (0:1, 1:1, 5:1)
Tore: Erdely (26., 60./EN), Caruso (42.), Meland (43.), Stipsicz (49.), Hari (56.) resp. Raffl (16., 59.), Rauchenwald (35.)

Zuschauer: 3.450

Head Coach Greg Poss

„Wir haben zwei gute erste Drittel gespielt und hatten auch gute Möglichkeiten auf weitere Tore. Dann aber haben wir zu viele Defensivfehler gemacht und die wurden von den Ungarn eiskalt bestraft. Zumindest sind wir Vierter geblieben und nehmen einen Bonuspunkt in die Pick Round mit.“ 


Modus Zwischenrunde 

In der zweigeteilten Zwischenrunde absolvieren die Mannschaften weitere zehn Spiele in der Pick Round bzw. acht Spiele in der Playoff-Qualification Round (nur fünf Teilnehmer, da Zagreb rausgefallen ist) jeweils in einer einfachen Hin- und Rückrunde, bevor es in die Playoffs geht. Die ersten sechs Teams bilden die Pick Round, die Teams auf den Plätzen 7 bis 11 nach dem Grunddurchgang bilden die Qualification Round. Es erfolgt keine Mitnahme der im Grunddurchgang erreichten Punkte, dafür werden Bonuspunkte vergeben. Die sechs Teams der Pick Round sowie die besten zwei Teams der Qualification Round spielen anschließend im Playoff.

Die Erste Bank Eishockey Liga hat für die Champions Hockey League 2019/20 drei Startplätze. Qualifiziert sind: der Sieger des Grunddurchgangs, Phase 1, der Sieger der Pick Round (wenn das der Sieger des GD, Phase 1, ist, der Zweitplatzierte der Pick Round) und der EBEL-Champion (wenn der schon qualifiziert ist, der zweite Finalist, wenn der auch schon qualifiziert ist, dann der besser platzierte Halbfinalverlierer nach der Zwischenrunde). 

>> EBEL-Modus Zwischenrunde 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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