Steiermarks Bahnpendler vermeiden viel klimaschädliches CO2

Steiermarks Bahnpendler leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass beispielsweise auf der Strecke Bruck an der Mur – Graz ein einziger Pendler, der statt mit dem Auto mit der Bahn zur Arbeit fährt, pro Jahr rund 2.330 Kilogramm klimaschädliches CO2 vermeidet. Der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und häufigere Verbindungen sind wichtig, damit mehr Pendlerinnen und Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen können. Wichtig sind zudem gute Radverbindungen zu den Bahnhöfen und verstärktes betriebliches Mobilitätsmanagement. „Die steirischen Bahnpendlerinnen und Bahnpendler leisten einen sehr wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie vermeiden viele Tonnen klimaschädliches CO2. Umso wichtiger ist es, das Bahnnetz auszubauen und häufigere Verbindungen anzubieten, damit mehr Pendlerinnen und Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen können“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Der VCÖ hat für einzelne Pendlerstrecken berechnet, wie viel CO2 pro Jahr vermieden wird, wenn statt mit dem Auto die Bahn genutzt wird. Wer beispielsweise von Judenburg nach Knittelfeld mit der Bahn pendelt, vermeidet pro Jahr rund 760 Kilogramm CO2. Das entspricht der CO2-Menge, die durch 285 Liter Diesel verursacht wird. Auf der Strecke Leibnitz – Graz vermeiden Bahnpendler rund 2.020 Kilogramm CO2 pro Jahr, auf der Strecke Kapfenberg nach Graz rund 2.560 Kilogramm CO2 pro Jahr, informiert der VCÖ. Die von der Bundesregierung beschlossene Klimastrategie sieht eine Reduktion der klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs um rund ein Drittel bis zum Jahr 2030 vor. Dieses Ziel ist nur mit einem dichten öffentlichen Verkehrsnetz in den Bundesländern erreichbar, betont der VCÖ. Jede vierte Fahrt, die unter der Woche gemacht wird, geht zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause. Damit mehr Pendlerinnen und Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen können, ist das Angebot weiter auszubauen. „Die Arbeitszeiten werden flexibler, deshalb sind auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten häufigere Verbindungen wichtig“, erklärt VCÖ-Expertin Rasmussen. Viele wohnen in Radfahrdistanz zum Bahnhof. Wenn es gute Radverbindungen zum Bahnhof gibt, steigt die Bereitschaft mit dem Fahrrad zum Zug zu fahren. Jeder Bahnhof soll daher mit dem Fahrrad sehr gut erreichbar sein, so der VCÖ. Fahrräder sind sehr platzsparend. Auf der Fläche eines Parkplatzes für ein einziges Auto können rund zehn Fahrräder parken. Auch die Betriebe und Unternehmen können viel dazu beitragen, dass die Beschäftigten klimafreundlich zur Arbeit kommen, etwa indem sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Öffi-Jobticket zur Verfügung stellen und das Radfahren zur Arbeit fördern, wie das beispielsweise die Anton Paar GmbH oder die Knapp AG tun. „Wir sind die letzte Erwachsenen-Generation, die den Klimawandel bremsen kann. Wenn uns in 20 oder 30 Jahren unsere Kinder oder Enkelkinder fragen, was hast du damals gegen den Klimawandel getan, sollten wir alle mit gutem Gewissen antworten können: Sehr viel“, appelliert VCÖ-Expertin Rasmussen dort, wo es möglich ist, statt mit dem Auto mit der Bahn zur Arbeit zu fahren. Der Vorteil beim Pendeln mit der Bahn: Wer eine Bahn-Jahreskarte hat, spart sich im Vergleich zum Auto viel Geld und kann die Zeit beim Bahnfahren nutzen, etwa zum Lesen oder um sich auszuruhen. VCÖ: Mit Bahn statt Auto pendeln vermeidet viel CO2 (CO2-Vermeidnung bei Nutzung von Bahn statt Pkw pro Jahr bei 220 Arbeitstagen) Bruck an der Mur – Graz: 2.330 kg CO2 pro Jahr Bruck an der Mur – Leoben: 670 kg CO2 Feldkirchen – Graz: 360 kg CO2 Judenburg – Knittelfeld: 760 kg CO2 Judenburg – Leoben: 2.330 kg CO2 Judenburg – Zeltweg: 500 kg CO2 Kapfenberg – Graz: 2.560 kg CO2 Leibnitz – Graz: 2.020 kg CO2 Leoben – Graz: 2.780 kg CO2 Liezen – Rottenmann: 540 kg CO2 Liezen – Selzthal: 370 kg CO2 Mürzzuschlag – Kapfenberg: 1.660 kg CO2 Mürzzuschlag – Kindberg: 990 kg CO2 Seiersberg – Graz: 400 kg CO2 Quelle: VCÖ 2019

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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