Wintersport: Alpin/Schisprung/Nordisch/Snowboard/Nordische Kombination/Biathlon

Schi Alpin: 66. WELTCUPSIEG FÜR MARCEL HIRSCHER

Marcel Hirscher ist der Mr. Adelboden. Der Salzburger hat den heutigen Riesentorlauf für sich entscheiden können und feiert damit den vierten RTL-Sieg in dieser Saison und den insgesamt achten Erfolg in Adelboden. Zweitbester Österreicher wurde Marco Schwarz als Siebenter.

ERGEBNIS

Marcel Hirscher hat seine Klasse erneut unter Beweis gestellt und den Riesentorlauf-Klassiker auf dem Chuenisbärgli in Adelboden vor dem Norweger Henrik Kristoffersen und dem Franzosen Thomas Fanara gewonnen. 

„Ich habe gepokert. Nach dem ersten Lauf habe ich das gesamte Setup geändert und das dürfte die richtige Entscheidung gewesen sein. Ich bin mega happy mit diesem Sieg“, so der Führende im Gesamtweltcup (876 Punkte) nach dem Rennen.

Schisprung Damen: Daniela Iraschko-Stolz feiert ersten Saisonsieg in Japan

Daniela Iraschko-Stolz hat in Sapporo (JPN ) ihren ersten Saisonsieg errungen. Mit Sprüngen auf 127 und 121,5 Meter setzte sie sich am Samstag auf der Okurayama Schanze vor Juliane Seyfarth (GER) und Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen durch. Die Steirerin feierte ihren insgesamt 14. Sieg in einem Weltcup-Springen.

Mit Eva Pinkelnig (5.), Chiara Hölzl (10.) und Jaqueline Seifriedsberger (22.) erzielten auch die weiteren ÖSV-Athletinnen positive Ergebnisse. Am Sonntag (02:00 Uhr MEZ) steht ein weiterer Bewerb in Sapporo auf dem Programm. Die Herren sind heute ab 16:00 Uhr MEZ in Predazzo (ITA) im Einsatz. 

***Daniela Iraschko-Stolz nach dem Sieg***
„Ich bin superglücklich über meinen Sieg heute, es ist der erste in dieser Saison. Ich liebe diese Schanze, es macht hier unglaublichen Spaß zu springen. Man kommt richtig ins fliegen und das funktioniert momentan sehr gut bei mir. Jetzt freue ich mich auf den Wettkampf morgen.“

Ski Alpin/Damen: WM-Aus und Saisonende für Anna Veith

Ski-Olympiasiegerin Anna Veith hat sich heute beim Riesenslalom-Training in Pozza di Fassa einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Die 29jährige war nicht zu Sturz gekommen sondern hatte nach einem Schwung einen Schlag abbekommen und dann das Training gestoppt.

Bei der Untersuchung im Klinikum Hochrum durch Dr. Christian Hoser wurde ein Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert. Anna Veith wird noch heute von Dr. Christian Hoser operiert.

Schisprung Herren: Stefan Kraft Vierter in Predazzo (ITA)
***Aigner gewinnt Continental Cup in Bischofshofen***


Stefan Kraft hat am Samstag beim ersten von zwei Bewerben in Predazzo (ITA) einmal mehr bewiesen, dass er derzeit zu den besten Skispringern der Welt gehört. Am Ende fehlten dem Salzburger nur 1,3 Punkte aufs Podest. Der Sieg ging an den überragenden Japaner Ryoyu Kobayashi vor den beiden Polen Dawid Kubacki und Kamil Stoch. 

Mit Manuel Fettner (8.) sprang ein weiterer ÖSV-Athlet in die Top-Ten. Philipp Aschenwald (22.), Daniel Huber (24.) und Markus Schiffner (30.) machten ebenfalls Weltcup-Punkte. Am morgigen Sonntag steht ein weiterer Einzelbewerb am Programm. Um 16:00 Uhr MEZ findet die Qualifikation statt. Um 17:00 Uhr MEZ folgt der erste Durchgang plus anschließendem Finale. 

***Stefan Kraft nach dem Bewerb***
„Ich merke, dass es immer mehr aufwärts geht, auch wenn mir noch nicht jeder Sprung perfekt gelingt. Mein erster Durchgang heute war richtig in Ordnung. Zum Schluss war es dann eine knappe Entscheidung ums Stockerl. Schade, dass es dafür heute nicht gereicht hat. Hut ab vor Ryoyu Kobayashi! Der legt momentan immer noch eins drauf, wenn ich glaube, dass ich schon einen sehr guten Sprung gemacht habe. Aber ich werde schon im nächsten Springen wieder angreifen.“

***Cheftrainer Andreas Felder nach dem Bewerb***
„Im zweiten Durchgang hat Stefan Kraft für meinen Geschmack wieder ein bisschen zu viel attackiert, aber insgesamt hat er auch heute einen sehr ordentlichen Wettkampf geliefert. Kobayashi ist derzeit eben eine Klasse für sich. Da muss schon alles passen, damit man ihn besiegen kann. Manuel Fettner hat im zweiten Durchgang bei nicht ganz einfachen Bedingungen eine richtige Bombe ausgepackt. Das macht natürlich Mut für die nächsten Springen.“

***ÖSV-Erfolge im Continental Cup und bei den Damen***
Beim Continental Cup in Bischofshofen hat es am Samstag gleich zwei Bewerbe gegeben. Clemens Aigner konnte dabei am Nachmittag den Sieg holen, am Abend landete er hinter dem Slowenen Ziga Jelar auf dem zweiten Platz. 

Bei den Damen hat es aufgrund der Zeitverschiebung bereits am Vormittag den ersten Saisonsieg durch Daniela Iraschko-Stolz gegeben. Mit Sprüngen auf 127 und 121,5 Meter setzte sie sich Samstag auf der Okurayama Schanze in Sapporo (JPN) vor Juliane Seyfarth (GER) und Olympiasiegerin Maren Lundby (NOR) durch. Die Steirerin feierte ihren insgesamt 14. Sieg in einem Weltcup-Springen.

Mit Eva Pinkelnig (5.), Chiara Hölzl (10.) und Jaqueline Seifriedsberger (22.) erzielten auch die weiteren ÖSV-Athletinnen positive Ergebnisse. Am Sonntag (02:00 Uhr MEZ) steht ein weiterer Bewerb in Sapporo auf dem Programm.

Nordische Kombination: Plätze 5 und 7 für ÖSV-Teams in Val di Fiemme (ITA)

Die beiden ÖSV-Teams (Österreich 1 mit Lukas Greiderer/Lukas Klapfer, Österreich 2 mit Willi Denifl/Paul Gerstgraser) holten beim heutigen Teamsprint in Val di Fiemme (ITA) die Plätze 5 und 7. Der Sieg ging an Norwegen 1 (Jan Schmid, Joergen Graabak) vor Deutschland 1 (Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger) und Deutschland 2 (Eric Frenzel, Fabian Riessle)

Norwegen 1 mit Jan Schmid und dem gestrigen zweitplatzierten Joergen Graabak führte das Feld bereits nach dem Springen mit 31 bzw. 38 Sekunden Vorsprung auf die beiden Verfolgerteams aus Deutschland an. Team Österreich 1 mit Lukas Klapfer und Lukas Greiderer rangierte dahinter mit Sprüngen auf 123,5m (Greiderer) und 118m (Klapfer) auf Platz 4 (+49sek). Nur 2 Sekunden hinter ihnen startete Team Italien 1 mit dem starken Läufer Alessandro Pittin.

Österreich 1 versuchte gemeinsam mit Italien 1 und Norwegen 2 den Rückstand auf die Spitze zu verkleinern. Allerdings hielten die beiden deutschen Teams das Tempo ständig hoch, schlossen vor dem vorletzten Wechsel auf den Führenden Norwegen auf und hielten die Verfolger in Schach. Im Kampf um Platz 4 musste Österreich 1 schließlich Italien ziehen lassen, Platz fünf für das ÖSV-Team in der Endabrechnung. Der Sieg wurde im Zielsprint entschieden, den Joergen Graabak für sich entscheiden konnte. Mit der vierten Laufzeit verbesserte sich Team Österreich 2 von Platz 13 nach dem Springen auf den siebenten Gesamtrang. 

***Stimmen:***

***Lukas Klapfer: (5.)*** „Es war heute ein zaches Rennen, Alessandro Pittin hat richtig gasgegeben, leider hab ich schon in der dritten Runde reißen lassen müssen. Realistisch gesehen war heute nach dem Springen nicht mehr drin wie Platz 4. Zum Glück konnten wir die Norweger dann noch in Schach halten. Platz 5 ist nicht schlecht, aber auch nicht super.“ 

***Lukas Greiderer: (5.)*** „Ich hätte mir schon etwas mehr erwartet, aber mehr war heute nicht drin, ich habe mich etwas hart getan heute. Gegen die Italiener mit Alessandro Pittin konnten wir heute nicht dagegen halten. Morgen möchte ich auf der Schanze nochmal angreifen, den ein oder anderen Meter drauflegen und ein passables Rennen abliefern. Dann wird auch die Platzierung stimmen.“

***Willi Denifl: (7.)*** „Ich bin zu 50% zufrieden heute. Mit der Leistung auf der Schanze kann  man nicht zufrieden sein, da haben wir einiges liegen lassen. Das Rennen war dann aber wieder sehr gut, wir haben uns super präsentiert und uns die Kräfte sehr gut eingeteilt, so macht Langlaufen Spass. Morgen werde ich wieder alles geben und mit einem Lachen in den Wettkampf starten, hoffentlich klappt es dann besser auf der Schanze.“

***Paul Gerstgraser: (7.)*** „Es war ein lässiges Rennen heute, wir hatten super Ski. Willi ist super mit der Gruppe mitgelaufen und ich hab geschaut, dass ich zum Schluss den Zielsprint gewinne. Nur auf der Schanze müssen wir noch zulegen, dass wir uns nicht so schinden müssen auf der Loipe. Unabhängig vom Ergebnis macht so ein Teamsprint richtig Spass, wenn es nach mir ginge, könnten wir gerne den ein oder anderen mehr im Weltcup haben.“

Morgen Sonntag findet in Predazzo ein weiterer Einzelbewerb auf der Großschanze statt.

Biathlon: Zwei Österreicher in den Top-Ten

Johannes Thingnes Bö hat beim Verfolgungsrennen in Oberhof (GER) seinen siebten Saisonsieg gefeiert. Der Norweger setzte sich bei dichtem Schneetreiben trotz drei Strafrunden vor dem Deutschen Arnd Peiffer (1 Fehler/+15,1 sec.) und dem fehlerfreien Italiener Lukas Hofer (+15,8 sec.) durch.

Bester Österreicher war erneut Julian Eberhard. Der Sechste des Sprints musste insgesamt fünfmal in die Strafrunde und belegte mit 1:41,8 Minuten Rückstand Rang acht. Unmittelbar dahinter sorgte Simon Eder als Neunter für einen weiteren Top-Ten-Platz der ÖSV-Herren. Felix Leitner (3 Fehler) legte als 19. eine weitere Talentprobe ab. Dominik Landertinger büßte mit vier Strafrunden und einem Stockbruch einige Plätze ein und landete im Endklassement auf Rang 23.

*** Stimmen ***

Julian Eberhard: „Es war heute nicht nur ein Kampf gegen die Kontrahenten, sondern auch gegen die äußeren Bedingungen. Alles in allem hat das Rennen bei dieser Atmosphäre aber richtig Spaß gemacht. Ich war im Spitzenfeld dabei, Platz acht ist in Ordnung.“

Simon Eder: „Die Strecke ist echt hart und das Rennen hat für mich mit einem Fehler schlecht begonnen. Ich bin auch von den Oberschenkeln her in den ersten zwei Runden nicht richtig in Schwung gekommen, von dem her taugt es mir extrem, dass es Ende mit einem Top-Ten-Platz geklappt hat.“

*** Hauser 25. in der Verfolgung ***
In der vorangegangenen Damen-Verfolgung landete Lisa Hauser auf Rang 25. Nach den beiden Liegendserien, in denen die Tirolerin im Gegensatz zu vielen Athletinnen vor ihr nur einmal in die Strafrunde musste, verbesserte sich die Elfte des Sprints zwischenzeitlich sogar auf Platz drei. Drei Strafrunden im ersten Stehendanschlag machten die Hoffnungen auf einen Spitzenplatz aber zunichte. Nach einem weiteren Fehler in der Finalserie überquerte Hauser als 25. die Ziellinie. Der Sieg ging an Lisa Vittozzi (ITA), die sich vor Anastasiya Kuzmina (SVK) und Anais Chevalier (FRA) durchsetzen konnte.

Snowboard: Anna Gasser schrammt bei Slopestyle-Weltcup am Kreischberg knapp am Sieg vorbei

Anna Gasser hat am Samstag ihren zweiten Heimsieg beim Slopestyle-Weltcup am Kreischberg nach 2017 hauchdünn verpasst. Die Big-Air-Olympiasiegerin von Pyeongchang landete in einem dramatischen Duell um den Hauch von 0,23 Punkten hinter der Japanerin Miyabi Onitsuka auf Platz zwei. Dritte wurde die Norwegerin Silje Norendal (67,81).

Gasser, die Onitsuka einen Helm für den Contest lieh, nachdem der Kopfschutz der Japanerin am Freitag bei einem Sturz in der Qualifikation zu Bruch gegangen war, lag nach dem ersten von drei Finaldurchgängen mit 82,36 Zählern um den knappsten aller Vorsprünge von 0,01 Punkten vor ihrer Kontrahentin. Im zweiten Run blieben weder Gasser noch Onitsuka fehlerfrei. Im dritten und entscheidenden Durchgang setzte sich die Japanerin, die schon bei der WM 2015 am Kreischberg vor der Österreicherin gewonnen hatte, mit 85,33 Punkten an die Spitze. Gasser konnte ihren Score (85,10) zwar ebenfalls noch einmal nach oben schrauben, an Onitsuka kam es für die Kärntnerin aber kein Vorbeikommen mehr.

„Man muss sich über einen zweiten Platz genauso freuen, auch wenn es wirklich ganz, ganz knapp war und ich daheim natürlich gerne ganz oben gestanden wäre. Zwischen Miyabi und mir war es sehr eng, wir haben beide sehr gute Runs heruntergebracht, und dann hatten eben die Judges das letzte Wort. Ich habe heute sicher nicht die höchsten Schwierigkeiten genommen, weil es durch den wechselnden Wind nicht leicht zu fahren war. Die 0,2 Punkte, die mir zum Sieg gefehlt haben, habe ich wohl am letzten Rail-Element liegen gelassen“, sagte Gasser.

Bei den Herren triumphierte der Norweger Mons Roisland (88,75) vor dem US-Amerikaner Chris Corning (84,75) und dem Japaner Hiroaki Kunitake (83,86). Für die sechs in der Qualifikation gestarteten Österreicher war allesamt bereits in der Qualifikation Endstation.

Der nächste Slopestyle-Weltcup findet bereits in der kommenden Woche in Laax (SUI) statt, wo das Finale am Freitag, 18. Jänner 2019, ausgetragen wird.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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