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Reformpartner beschließen die verpflichtende Einführung eines Hundekundenachweises für Erstbesitzer.

Hundehalter, die erstmals einen Hund besitzen, benötigen ab sofort einen Hundekundenachweis, der sie zur artgerechten Haltung ihres vierbeinigen Freundes berechtigt. Auf Initiative von Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) und Klubobmann Walter Kröpfl (SPÖ) wurde dieser Hundekundenachweis nun in der Regierung bechlossen.

Fehlende Kenntnis über Hundehaltung
Mehrere    Problemfelder    waren    der    Ausgangspunkt    für    diesen Hundekundenachweis. Zum einen führten Tiere als Geschenk immer wieder dazu, dass Hunde aufgrund fehlender Kenntnis über Hundehaltung ins Tierheim abgeschoben wurden. Die Folgen waren überfüllte Tierheime sowie damit verbunden steigende Kosten für das Land. Das Land Steiermark hat acht Tierheime unter Vertrag. Neben 650 Katzen und 540 Kleintieren werden in diesen acht Tierheimen 340 Hunde gehalten. Das verursacht dem Land Steiermark Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro pro Jahr.

Wie komme ich zu meinem Hundekundenachweis?
Ab sofort wird einmal vierteljährlich in jedem steirischen Bezirk ein Kurs für den verpflichtenden Hundekundenachweis angeboten. Die Termine und Orte werden rechtzeitig über die jeweilige Bezirkshauptmannschaft den Gemeinden bekannt gegeben. Hundehalter erhalten sämtliche Informationen in dem für sie zuständigen Gemeindeamt, wo der Hund ohnehin wie bisher verpflichtend anzumelden ist.
Die Abhaltung des Kurses für den Hundekundenachweis erfolgt über die steirischen Amtstierärztinnen und –ärzte und umfasst eine Ausbildung im
Öffentlichkeitsarbeit: Mag. Sandra Höbel, Tel.: 0316/877-2816 oder 0676/86662816; E-Mail: alexandra.hoebel@stmk.gv.at Internet: www.lebensressort.steiermark.at
Ausmaß von ca. sechs Stunden zu folgenden Inhalten: Grundlagen der Hundeführung,    Grundkenntnisse    über    Haltungsfragen,    Haftung, Eigenverantwortlichkeit, Zeitaufwand und Kosten, Tierschutz, Kennzeichnung, welcher Hund ist für mich der Richtige?
Idealer Weise sollte der Tierfreund diesen verpflichtenden Kurs belegen, bevor er sich erstmalig einen Hund anschafft, um sicher zu gehen, dass er mit den entsprechenden Vorkenntnissen die richtige Entscheidung trifft.

 

Kosten
Die Kosten für den verpflichtenden Hundekundenachweis belaufen sich auf 40 Euro für den Hundehalter. Die an die Gemeinde zu entrichtende Hundesteuer gab es schon bisher in unterschiedlicher Höhe. Diese beläuft sich ab sofort auf 60 Euro pro Hund pro Jahr. Sollte ein Hundehalter –abgesehen vom verpflichtenden Kurs für den Hundekundenachweis- zusätzlich freiwillige Kurse belegen (Begleithundeprüfung etc.), reduziert sich die Hundesteuer um 50 Prozent auf 30 Euro pro Hund und Jahr. Kann ein Hundehalter den verpflichtenden Hundekundenachweis nicht erbringen, erhöht sich die Hundesteuer von 60 Euro auf 120 Euro.

 

Ausnahmen
Lediglich 50 Prozent der Hundesteuer bezahlen Halter von Wachhunden zur Bewachung land- und forstwirtschaftlicher oder gewerblicher Betriebe sowie Halter von Wachhunden, die ein Gebäude bewachen, das mehr als 50 Meter (in Graz mehr als 100 Meter) von anderen Gebäuden entfernt liegt, ebenso Halter von Wachhunden in Heimgärten. Der verpflichtende Hundekundenachweis ist für die oben genannten Wachhunde jedenfalls zu erbringen.
Gänzlich ausgenommen von der Verpflichtung des Hundekundenachweises wie auch der Hundesteuer sind die Halter folgender Hunde: Diensthunde öffentlicher Wachen und des beeideten Forst- und Jagdschutzpersonals, Blindenhunde und speziell ausgebildete Hunde zum Schutz hilfloser Personen, Hunde in konzessionierten Bewachungsunternehmen sowie Hunde in behördlich bewilligten Tierheimen. Informationen zum Hundekundenachweis erhält der Hundehalter in der für ihn zuständigen Gemeinde.

Reformpartner befürworten Hundekundenachweis
„Ich bin sehr froh, dass der Hundekundenachweis nun endlich beschlossen ist und danke dem Reformpartner für die Unterstützung und das Mittragen dieser so wichtigen Initiative. Ein Tier zu haben bedeutet Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Tiere haben besondere Eigenschaften, mit denen man richtig umgehen muss, sie haben Anspruch auf artgemäße Haltung und Erfüllung ihrer Bedürfnisse- deshalb ist „tierische“ Bewusstseinsbildung und Information so wichtig“, betont Landesrat Johann Seitinger. „Das Ziel dieses Hundekundenachweises, mehr Sicherheit, mehr Bewusstsein und mehr Verantwortung mit und für den Hund zu schaffen, wurde damit erreicht“, so Seitinger.
„Nach monate- und jahrelangen Verhandlungen ist es endlich gelungen, eine Lösung zu finden, mit der hoffentlich alle leben können“, unterstreicht SPÖ- Klubobmann Walter Kröpfl.

 

Quelle Titelbild: de.wikipedia.org/wiki/Haushund

 

 

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