Im Zuge einer Amtshandlung der Beamten der PI Gleinstätten am Anwesen des Anton Josef G. Arbeiter, 51 Jahre alt aus 8444 Höch, nahmen sie in dessen Stall verwahrloste Tiere und Verwesungsgeruch wahr.
Aufgrund dieser Umstände wurde über den Findedienst der BH Leibnitz die zuständige Amtstierärztin verständigt.
Im Stallgebäude, das stockfinster war, wenig Luftzufuhr aufwies und der Mist bis über die Knöchel der Tiere stand, befanden sich:
2 tote, bereits verweste Kühe
3 tote Kühe
1 Kalb tot in einer Box
1 verendetes Kalb, das noch an der Kette hing
2 stark unterernährte Kalbinnen ( Marke Nr. 5451, 4017)
1 stark unterernährte Kalbin mit starkem Durchfall ( Marke Nr. 4624)
3 männliche unterernährte Kälber ( Marken Nr. 0061, 0062, 0063)
2 Ziegen
1 freilaufende Ziege
Die Amtsärztin ordnete die Abnahme der Tiere an und wird über den Besitzer eine Tierhalteverbot verhängen. G. wird an die STA Graz wegen Tierquälerei angezeigt.
Zwei Kühe waren so stark verwest, dass nur noch das Skelett übrig war, schilderte einer der Polizisten. Ein Kalb lag – laut ORF Stmk – tot in seiner Box, eines hing tot an der Kette. Sechs Kälber waren massiv unterernährt und hatten starken Durchfall. Sechs Kälber lebten noch, sie waren aber massiv unterernährt und hatten starken Durchfall. Damit jedoch nicht genug, sie standen bis zu den Knöcheln im Mist. Futter oder frisches Wasser fanden die Polizisten nicht. Die Fenster im Stall waren verdunkelt, Belüftung gab es keine.Laut dem Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz, Wolfgang Florian, der den Fall am Montag übernahm, war der Hof zuletzt im Mai kontrolliert worden. Damals seien die Tiere gut genährt gewesen, so Florian.Dem Landwirt sei jedoch eine Frist zum Umbau des Stalls gesetzt, vor allem um Fenster einzubauen. Im Juli habe der 51-Jährige dann um eine Fristverlängerung angesucht. Der Amtstierarzt bezeichnete den alleinstehenden Südsteirer als “extremen Tiernarren”, der sehr an seinen Tieren gehangen sei.
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