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Buch&Boot/Altaussee
22. Juni, 2018 um 7:46

Buchpräsentation

ÜBERLANDPARTIE! Kabarett auf Sommerfrische

von und mit IRIS FINK und ROLAND KNIE sowie dem Kurorchester REINHOLD KOGLER

  1. Juli 2018 | 20 Uhr

Buchhandlung BUCH & BOOT, Altaussee

Eintritt frei!

 

Die Leiterin des Österreichischen Kabarettarchivs in Graz, Iris Fink, und Roland Knie, (Kabarett-)Autor und Schauspieler, beleuchten auf 350 Seiten in 15 Kapiteln einen ganz besonderen Aspekt der
Geschichte der Unterhaltungskultur: die „Sommerfrischen-Kabaretts“, die in den Jahrzehnten der klassischen „Sommerfrische“ – also vor der Wende zum 20. Jahrhundert bis etwa in die Fünfzigerjahre – ihrer Klientel aus der Großstadt „aufs Land“ nachreisten. Das waren einzelne Kabarettkünstler und Größen des Varietés wie Fritz Grünbaum und Karl Farkas, Hermann Leopoldi mit Betja Milskaja (die, 1931, den titelgebenden Sommerfrischenschlager von der „Überlandpartie“ kreierten), Heinrich Eisenbach, Armin Berg, Mizzi Zwerenz, Alexander Girardi – oder auch die große Diseuse Dela Lipinskaja, die beispielsweise am kleinen Kurtheater in Bad Aussee bejubelt wurde.

Diese Kurtheater, auf deren Entstehungsgeschichte die Autoren ebenfalls historisch und anekdotisch eingehen, standen in all den Sommerfrischen – vor allem im Salzkammergut, aber auch in Bad Gleichenberg oder in Baden – sowohl für das bürgerliche Kultur-, Unterhaltungs- und Zerstreuungsbedürfnis als auch für die Wirren der Zeitläufe, denen sie schließlich fast alle zum Opfer fielen. In einem eigenen Kapitel wird der fast zeitgleich mit der Sommerfrische grassierende „Sommerfrischen-Antisemitismus“ behandelt, unter der von Farkas entliehenen Überschrift „Wer mosaisch, fühlt ein Grauen“. Das reicht von ganz frühen Empfehlungen, nicht an „Juden“ zu vermieten (etwa in Tirol und in der Steiermark) über (welt-)kriegsbedingten Brotneid bis zu heftigen Polemiken gegen den „Jedermann“ in Salzburg 1920 (!) und der Vertreibung Arnold Schönbergs aus dem Salzburger Land – lange vor 1938.

Gleich drei überaus unterhaltliche Kapitel sind dem „Weißen Rössl“ gewidmet, seinen  Autoren und seiner Aufnahme in mehr als turbulenten Zeiten – gleichsam das Lehrstück eines Missverständnisses im Dienste des Fremdenverkehrs.

Dass Bad Ischl mit seinem weiland Kurtheater ausführlich und anekdotenreich gewürdigt wird, versteht sich von selbst. Und zwar nicht nur, weil die große Hofburgschauspielerin Adele Sandrock dort schmerzlich falsch gesungen hat.

Kurzum: Diese „Überlandpartie!“ ist, was so ein übermütiger Ausflug ins Ungewisse immer war: Unterhaltsam, amüsant, sommerfrisch – aber auch reich an Zwischentönen, ganz ernsthaft historisch und zeitkritisch. Angewandtes Kabarett, sozusagen.

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