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Infrastruktur-Programm 2018: Verkehrsentlastung, mehr Kapazitäten und Tunnelsicherheit im Fokus
13. Februar, 2018 um 16:10

 

Das Infrastruktur-Investitionsprogramm für 2018 bringt ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit, Verkehrsentlastung und mehr Kapazitäten. Heuer fließen rund 500 Millionen in den Neubau von Strecken und zweiten Tunnelröhren, ebenfalls 500 Millionen gehen in die Erneuerung bestehender Straßen und Tunnel. Daneben sind weitere 100 Millionen Euro etwa für Mauttechnik oder Datenleitungen budgetiert. Die aktuelle Sechs-Jahres-Planung sieht bis 2023 insgesamt 7,8 Milliarden Euro für das hochrangige Straßennetz vor.

Nach dem positiven Abschluss der komplexen Genehmigungsverfahren starten heuer die Arbeiten für die A 26 Linzer Autobahn mit der Errichtung einer neuen Donaubrücke. Als Verlängerung für die jüngst fertig gestellte A 5 Nord Autobahn nimmt die ASFINAG die Umfahrung für Drasenhofen in Angriff.

Auch die Arbeiten für die S 7 Fürstenfelder Schnellstraße, die von der A 2 Süd Autobahn in der Steiermark bis zur ungarischen Staatsgrenze verlaufen wird, und die S 3 Weinviertler Schnellstraße zwischen Hollabrunn und Guntersdorf kommen 2018 richtig auf Touren. Weiters wird die bestehende Linzer Voestbrücke an der A 7 Mühlkreis Autobahn mittels zwei Zusatzbrücken auf acht Fahrspuren ausgebaut.

Die damit verbundenen Ziele: Entlastung der Menschen vom Verkehr in Städten und Ortskernen, Verkehrssicherheit, Erleichterung für Pendlerinnen und Pendler durch weniger Stau und mehr Chancen zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf 30 großen Projekten für mehr Tunnelsicherheit. Die ASFINAG errichtet entweder zusätzliche zweite Röhren – heuer neu für den Kärntner Karawankentunnel – oder erneuert bestehende Tunnel. Dafür sind dieses Jahr 280 Millionen Euro vorgesehen.

Dieses Infrastruktur-Programm für den Wirtschaftsstandort finanziert die ASFINAG mit den Einnahmen aus Vignette und Lkw-Maut. Das Unternehmen erhält keine Zuschüsse aus dem Staatsbudget.

 

Zitat Bundesminister Norbert Hofer

„Die ASFINAG hat für das neue Jahr ein ehrgeiziges Investitionsprogramm vorgelegt. Die Autobahnen und Schnellstraßen verbinden Regionen miteinander und sind ein unverzichtbarer Bestandteil für die Menschen und die Wirtschaft. Jeder zweite Euro wird dabei in die Erhöhung der Verkehrssicherheit investiert. Das Unternehmen ist ein verlässlicher Motor für Konjunktur und Beschäftigung. Mit einer Gesamtinvestition von einer Milliarde Euro in die hochrangige Straßeninfrastruktur werden bis zu 10.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert.“

Zitat ASFINAG VorstandsdireKTorin Karin Zipperer

„Wir investieren 2018 zu gleichen Teilen in neue Strecken wie in die Erhaltung unseres Netzes. Damit garantieren wir eine langlebige Infrastruktur und sorgen dafür, dass der Verkehr nicht mehr durch Städte und Gemeinden sondern auf sicheren Autobahnen- und Schnellstraßen rollt. Beim wichtigen Thema Tunnelsicherheit und Tunnelausbau gibt es für die ASFINAG auch 2018 keine Kompromisse.“

Zitat ASFINAG VorstandsdireKTor KLAUS SCHIERHACKL

„Die ASFINAG ist auch 2018 wirtschaftlich bestens unterwegs und verfügt über sehr stabile Einnahmen aus der Maut für den Schwerverkehr und der Vignette. Wir bedanken uns bei unseren Kundinnen und Kunden dafür und investieren jeden Euro wieder absolut effizient in die Straßen. Mit 1,1 Milliarden Euro setzen wir zudem starke Impulse für die Bauwirtschaft.“

Entlastung vom Verkehr und weniger Stau: Die großen Neubauvorhaben 2018

  • A 7 Mühlkreis Autobahn: Ausbau Voestbrücke

Der neue „Hot Spot“ in puncto Straßenbau ist heuer Linz. Die Arbeiten zur Erweiterung der stark befahrenen Voestbrücke auf acht Fahrspuren haben Anfang 2018 begonnen. Diese bekommt zwei zusätzliche Brücken („Bypässe“). Ziel ist weniger Stau bei der Donauquerung: Lenkerinnen und Lenker, die nach Linz wollen oder von Linz kommen, werden von jenen getrennt, die Linz durchfahren. Sind die beiden Brücken fertiggestellt, rollt nur noch der Durchzugsverkehr auf der Hauptbrücke.

Baustart: 2018 / Fertigstellung: 2020 / Investition: 168 Millionen Euro

  • A 26 Linzer Autobahn

2017 gab es seitens der Gerichte final grünes Licht für die lange geplante Westumfahrung der Landeshauptstadt. Die Vorarbeiten laufen seitdem auf Hochtouren und im Herbst 2018 beginnt der Bau des ersten von drei Abschnitten, der neuen Donaubrücke. Mit der A 26 entsteht eine leistungsfähige 4,7 Kilometer lange Verbindung zwischen der A 7 Autobahn beim Knoten Hummelhof und der B 127 Rohrbacherstraße. Bereits mit der Verkehrsfreigabe der neuen Donaubrücke 2023 wird das innerstädtische Netz um 20.000 Autos pro Tag entlastet.

Baustart: 2018 / Fertigstellung: 2023 / Investition: 668 Millionen Euro (Beteiligung Land Oberösterreich zehn und die Stadt Linz fünf Prozent)

 

  • A 5 Nord Autobahn – Umfahrung Drasenhofen

Die Vorarbeiten laufen bereits und im April 2018 nimmt die ASFINAG die neue fünf Kilometer lange Verlängerung der A 5 in Richtung Tschechien in Angriff. Sie wird etwa 1.800 Lkw pro Tag aus den Ortschaften abziehen. Das bringt in Drasenhofen, Steinebrunn, Kleinschweinbarth und Stützenhofen eine klares Plus an Lebensqualität.

Baustart: 2018 / Fertigstellung 2019 / Investition: 50 Millionen Euro investiert (4,5 Millionen Euro finanziert das Land Niederösterreich)

 

  • S 3 Weinviertler Schnellstraße

Ganz nach Plan verlaufen seit Sommer weiter westlich im Weinviertel die Arbeiten an der neuen elf Kilometer langen Strecke von Hollabrunn bis Guntersdorf. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten in den beiden Abschnitten Hollabrunn bis Suttenbrunn und Suttenbrunn bis Guntersdorf. Der Weiterbau der S 3 bringt Verkehrssicherheit und Verkehrsentlastung.

Baustart: 2017 / Fertigstellung: 2020 / Investition: 132 Millionen Euro

 

 

  • S 7 Fürstenfelder Schnellstraße

Im Dezember 2017 hat die ASFINAG den Neubau von Riegersdorf bis Dobersdorf gestartet, erste laufende Maßnahme ist die Errichtung der Baustraße. Drei große Abschnitte werden heuer in Angriff genommen, der Knoten Riegersdorf, die Brücken über Lafnitz und Lahnbach sowie der Tunnel Rudersdorf. 488 Millionen Euro investiert die ASFINAG in die knapp 15 neuen Kilometer, die mehr als 10.000 Menschen in Gemeinden entlasten werden.

Baustart: 2017 / Fertigstellung: 2023 / Investition: 488 Millionen Euro.

Zweite Tunnelröhren: 2018 bringt Baustart für neue Röhre Karawankentunnel

In die Erweiterung von Tunnelanlagen gehen heuer in Summe 118 Millionen Euro: Der zweiröhrige Ausbau bringt ein Ende des Gegenverkehrs und somit ein deutliches Mehr an Verkehrssicherheit.

  • A 11 Karawankentunnel: Neubau zweite Tunnelröhre

Mit den Vorbereitungen für die knapp acht neuen Tunnelkilometer an der gleichnamigen A 11 in Kärnten (auf österreichischem Staatsgebiet liegen 4,4 Kilometer) hat die ASFINAG 2015 begonnen So wurde die Zulaufstrecke zum Tunnelportal inklusive einer Brücke errichtet. Der Baubeginn für den Tunnel selbst erfolgt gemeinsam mit dem „Hälfte-Eigentümer“ Slowenien voraussichtlich im Juni 2018. Die ASFINAG hat für Planung und Bau erfolgreich um EU-Förderungen angesucht, 13 Millionen Euro wurden bewilligt.

Baustart: 2018 / Fertigstellung: 2023 / Investition: 168 Millionen Euro.

 

  • A 9 Pyhrn Autobahn: Vollausbau Tunnelkette Klaus

Im Süden von Oberösterreich gibt die ASFINAG nach mehr als fünf Jahren Baustelle Ende 2018 vier Tunnel mit einer Gesamtlänge von 6,4 Kilometern im Vollausbau für den Verkehr frei. Nach dem Bau neuer Röhren und der Erneuerung der alten Röhren für Spering-, Falkenstein-, Klauser und Traunfried-Tunnel ist die Pyhrnstrecke im Bundesland durchgehend zweiröhrig ausgebaut. Mit dem Akustischen Frühwarnsystem AKUT haben die Tunnel zudem „Ohren“ bekommen. Mikrofone können außergewöhnliche

Gefahren-Geräusche wie einen Aufprall oder Stimmen erkennen und automatisch Alarm aktivieren.

Baustart: 2013 / Fertigstellung: 2018 / Investition: 166 Millionen Euro

 

  • A 9 Pyhrn Autobahn: Vollausbau Gleinalmtunnel

Ebenfalls an der A 9, aber in der Steiermark, wird nach der Verkehrsfreigabe der neuen Röhre noch bis Ende 2019 die acht Kilometer lange und mehr als 40 Jahre alte Röhre des Gleinalmtunnels generalsaniert. Die Neubauröhre wird in dieser Zeit im Gegenverkehr betrieben. Der Tunnel bekommt die modernsten Sicherheitseinrichtungen, darunter auch AKUT, und weiters 34 Fluchtwege (Querschläge).

Baustart: 2013 / Fertigstellung: 2019 / Investition: 290 Millionen Euro

 

  • S 16 Arlberg Schnellstraße: Vollausbau Perjentunnel

Nach dem erfolgreichen Vortrieb wird die neue Röhre derzeit in Sachen Beleuchtung, Belüftung, Funk oder Notruf ausgestattet. Ende 2018 ist deren Freigabe vorgesehen, ein Jahr später wird die Gesamtverkehrsfreigabe der drei Kilometer langen Tunnels erfolgen.

Baustart: 2016 / Fertigstellung: 2019 / Investition: 130 Millionen Euro.
 

Sanierungen und neue Sicherheitstechnik für bestehende Tunnel

In die Erhaltung und sicherheitstechnische Modernisierung bestehender Tunnel gehen heuer 162 Millionen Euro.

  • Noch bis Ende 2019 erneuert die ASFINAG die Sicherheitseinrichtungen im zehn Kilometer langen A 9 Plabutschtunnel bei Graz, zusätzlich werden 20 weitere Fluchtwege errichtet. 2018 läuft der Verkehr dabei tagsüber durch beide Tunnelröhren. Gearbeitet wird ausschließlich nachts sowie an den Wochenenden auch tagsüber, wenn die Verkehrsfrequenz das zulässt. Die Baustelle wird wochentags also jeden Morgen bis 5 Uhr früh geräumt und ab 20 Uhr abends wieder eingerichtet.
  • In der Steiermark laufen weiters Modernisierungen für die Tunnel Wald und Pretallerkogel (A 9) und in Oberösterreich für die Anlagen Ottsdorf, Kremsursprung und Hinterburg sowie Noitzmühle (A 8 Innkreis Autobahn).
  • Bis zum Sommer wird in Wien an der A 22 Donauufer Autobahn die technische Aufrüstung des Tunnels Kaisermühlen abgeschlossen. Hochmoderne Lüfter, Notrufeinrichtungen sowie 1.600 Stück LED-Lampen und AKUT sorgen zukünftig für noch mehr Sicherheit im mehr als zwei Kilometer langen City-Tunnel.
  • Seit dem Vorjahr unterzieht die ASFINAG neun Tunnel auf der A 2 Süd Autobahn von Klagenfurt bis zur Pack einem Sicherheitsausbau inklusive Tausch der Sicherheitseinrichtungen wie Video, Beleuchtung, Funk- und Brandmeldeanlage. Die Nordumfahrung Klagenfurt erhält vor allem zusätzliche Fluchtwege. Diese drei Tunnel (Ehrentalerberg, Falkenberg und Lendorf) werden im Juni 2018 bereits fertiggestellt, ebenso die Tunnel Kollmann und Haberberg. Die Tunnel Donnersberg und Gräberntunnel sowie die Unterflurtrassen Bettlerkreuz und Kreuzergegend werden noch bis Frühjahr 2019 saniert.
  • An der A 12 Inntal Autobahn in Tirol wird der Milser Tunnel saniert, an der S 16 Arlberg Schnellstraße Pianner und Quadratscher Tunnel (Tirol), bzw. Tunnel Langen (Vorarlberg). Ebenfalls im Ländle liegt der Amberg Tunnel an der A 14 Rheintal Autobahn.

 

Generalerneuerungen, Verbreiterungen und große Sanierungen im bestehenden Netz 2018

  • Keine neue Großbaustelle bringt das Jahr für die Wiener A 23 Südosttangente. Der Neubau der Hochstraße Inzersdorf wird hingegen im August abgeschlossen. An der A 4 Ost Autobahn setzt die ASFINAG heuer den Abschnitt zwischen der Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat instand.
  • Mehr Kapazitäten in Niederösterreich: Zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn baut die ASFINAG den letzten zweispurigen Abschnitt der A 1 für die Lenkerinnen und Lenker dreispurig aus und gibt ihn spätestens im Mai frei. Zwischen Steinhäusl vor Wien und dem Voralpenkreuz in Oberösterreich ist dann die West Autobahn durchgehend verbreitert.
  • Mehr Verkehrssicherheit im Burgenland: Ab Herbst baut die ASFINAG die S 31 Burgenland Schnellstraße von Mattersburg bis Weppersdorf auf einer Länge von insgesamt 23 Kilometern bis 2021 sicherheitstechnisch aus. Dabei werden pro Fahrtrichtung die zwei Spuren verbreitert und zwischen den Richtungsfahrbahnen eine starke Mitteltrennung gebaut.
  • Eine große Baustelle – betroffen sind 14 Kilometer mit 40 Brücken – läuft ab dem Frühjahr auf der A 2 Süd Autobahn zwischen Grimmenstein und Aspang.
  • In der Steiermark wird vor den Toren der Landeshauptstadt die A 2 von Graz West bis Graz Ost erneuert. An der A 9 läuft südlich der Landeshauptstadt die Generalerneuerung von Leibnitz bis Vogau, in Oberösterreich wird an der Pyhnrstrecke der Abschnitt Lainberg bis Roßleithen erneuert.
  • In Tirol wird 2018 an der A 12 nahe der deutschen Grenze die Kiefersfeldener Innbrücke saniert, an der Salzburger A 10 Tauern Autobahn der Abschnitt Knoten Pongau bis Reittunnel.

 

Genehmigungsverfahren im Finale: S 1 Wiener Außenring Schnellstrasse mit Lobautunnel

Die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße zwischen Schwechat und Süßenbrunn mit dem Lobautunnel schließt die Umfahrung der Bundeshauptstadt und entlastet Tangente, das Marchfeld sowie den 22. Wiener Gemeindebezirk vom Verkehr.

Mit 16. Jänner 2018 wurden nach Einsprüchen gegen den UVP Bescheid von 2015 die Verhandlungen vor dem zuständigen Bundesverwaltungsgericht abgeschlossen. Die ASFINAG erwartet dessen Entscheidung zum Projekt mit 19 Kilometern Länge und einer Investitionssumme von 1,9 Milliarden Euro für das Frühjahr.

Mehr als 50 Prozent der Flächen für die S 1 sind bereits eingelöst, noch heuer soll die Grundeinlöse abgeschlossen sein. Auch die Untersuchungen des Baugrunds durch Probebohrungen entlang der gesamten Trasse und in der Donau sind abgeschlossen und aktuell laufen die sogenannten „archäologischen Rettungsgrabungen“. Die ASFINAG plant den Baubeginn für 2019.

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