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Verstärkte Maßnahmen für saubere Mobilität nötig
2. Januar, 2018 um 11:37

Im Vorjahr war in der Steiermark die Feinstaubbelastung höher als im Jahr 2016, weist der VCÖ auf die Daten des Umweltbundesamts hin. Die höchste Belastung gab es erneut in Graz, auch in Leibnitz wurde der Jahresgrenzwert überschritten. Der VCÖ spricht sich für verstärkte Maßnahmen für saubere und emissionsfreie Mobilität aus.

“Die Grazer Bevölkerung war im Vorjahr der höchsten Feinstaubbelastung Österreichs ausgesetzt. Die Anzahl der Tage mit zu hoher Feinstaubbelastung war im Vorjahr höher als im Jahr 2016”, weist VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen auf die Daten des Umweltbundesamt hin.

In Graz war bei der Messstelle Don Bosco an 49 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft. “Der Jahresgrenzwert von höchstens 25 Tagen wurde damit fast um das Doppelte überschritten. Hier besteht akuter Handlungsbedarf verstärkte Maßnahmen gegen Luftverschmutzung umzusetzen”, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Auch die Messstellen Graz Süd (44 Tage), Graz Mitte (35 Tage), Graz Ost (31 Tage) und Graz West (30 Tage) und Leibnitz (30 Tage) lagen deutlich über den Jahresgrenzwert, macht der VCÖ aufmerksam.

Auch in anderen steirischen Städten war im Vorjahr die Feinstaub-Belastung höher als im Jahr 2016. So wurde in Köflach an 24 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft gemessen (18 Tage im Jahr 2016), in Weiz an 23 Tagen (13 Tage im Jahr 2016), in Fürstenfeld an 22 Tagen (12 Tage im Jahr 2016), in Hartberg an 19 Tagen (15 Tage im Jahr 2016) und in Voitsberg an 19 Tagen (16 Tage im Jahr 2016). “Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel. Vor allem für Kinder und ältere Menschen sind zu viele Schadstoffe in der Luft sehr gesundheitsschädlich”, betont VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Heizen und der Verkehr. Je kleiner die Feinstaubpartikel, umso gefährlicher sind sie. Ultrafeinstaub kann in den Blutkreislauf und in die Lungenbläschen eindringen.

Die niedrige Feinstaubbelastung im Jahr 2016 war vor allem auch auf die günstige Wetterlage zurückzuführen. Das Wetter hat Einfluss darauf, wie lange der ausgestoßene Feinstaub in der Luft bleibt. So führt Inversionswetter dazu, dass sich der Feinstaub in bodennahen Luftschichten anreichert. Im Jahr 2016 waren zudem die Wintermonate warum, im Vorjahr gab es vor allem im Jänner mehr Kältetage. Und das Wetter hat Einfluss auf den Ferntransport von Feinstaub aus umliegenden Regionen.

Der VCÖ betont, dass gerade im Verkehrsbereich das Potenzial zur Verringerung der Feinstaubbelastung groß ist. So sind viele Autofahrten kurz und können mit dem Fahrrad oder bei sehr kurzen Distanzen zu Fuß zurückgelegt werden. “Dort, wo es ein gute Infrastruktur für den Radverkehr und eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung gibt, werden viele Alltagswege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt”, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Unterstützt wird das Gehen und Radfahren auch durch eine verkehrssparende Siedlungspolitik, die Zersiedelung vermeidet und stattdessen die Ortskerne stärkt.

Zudem st der weitere Ausbau des Öffentlichen Verkehrs nötig, um mehr den Umstieg vom Auto auf die Bahn zu ermöglichen. Im Bereich des Gütertransports sind verstärkte Anreize zum Einsatz von Elektro-Transportern und auch Cargo-Bikes wichtig. Internationale Beispiele zeigen, dass mit sogenannten City-Hubs die Umweltbilanz des Gütertransports deutlich verbessert werden kann.

VCÖ: Feinstaub-Belastung in der Steiermark im Vorjahr höher als im Jahr 2016 (Tage im Jahr 2017 mit Tagesmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, in Klammer Jahr 2016 – Erlaubter Jahresgrenzwert in Österreich: 25 Tage)
Graz Don Bosco: 49 Tage (39 Tage)
Graz Süd: 44 Tage (34 Tage)
Graz Mitte: 35 Tage (29 Tage)
Graz Ost: 31 Tage (24 Tage)
Graz West: 30 Tage (25 Tage)
Leibnitz: 30 Tage (25 Tage)
Kittsee: 25 Tage (14 Tage)
Linz Römerberg: 25 Tage (9 Tage)
Weitere steirische Städte:
Köflach: 24 Tage (18 Tage)
Weiz: 23 Tage (13 Tage)
Fürstenfeld: 22 Tage (12 Tage)
Hartberg: 19 Tage (15 Tage)
Voitsberg: 19 Tage (16 Tage)

Quelle: Umweltbundesamt, VCÖ 2018

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