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2. Januar, 2018 um 9:05

Am 5.1. finden folgende Glöcklerläufe im Salzkammergut statt:

 

Ebenseer Glöcklerlauf

Einer der schönsten Bräuche ist der Glöcklerlauf am 5. Jänner, dem Vorabend des Heiligen-Drei-König-Festes. Ebensee, am Südufer des Traunsees gelegen, ist das Zentrum und der Ursprung dieses Rauhnachtbrauches.

An die 300 „Glöckler“ durchlaufen in dieser Nacht die verschneiten Straßen und Gassen des Salzkammergutortes. Der Sinn des Glöcklerlaufes soll es sein, Heil und Segen der guten Geister zu gewinnen und die bösen Geister zu vertreiben.

Die Glöckler ziehen mit ihren, bis zu 15 Kilogramm, schweren Kappen und ebenso gewichtigen Glocken durch den Ort.

Jede Kappe ist eigentlich ein kleines Kunstwerk. Einige hundert Arbeitsstunden sind für eine Kappe erforderlich. Mehrere Zeichner entwerfen die Bilder. Das ist gar nicht so einfach, denn es darf kein Motiv zweimal verwendet werden.

Anschließend werden die Motive in mühevoller Kleinarbeit aus Tonpapier ausgeschnitten, gestanzt und mit buntem Seidenpapier hinterklebt. Im Inneren des Holzgerüstes werden zur Beleuchtung der Glöcklerkappen mehrere Kerzen befestigt. Die traditionellen Formen der Kappen sind Sturmhut, Fünfzack und Siebenzack.

Der Konkurrenzkampf unter den einzelnen Glöcklerkappen – auch Passen genannt – ließ die Kappen in den letzten Jahren immer größer und prächtiger werden. Auf dem Rücken trägt der Glöckler – wie der Name bereits aussagt – große, schwere Glocken.

Am 5. Jänner ist es dann soweit. Die Glöckler schlüpfen in ihre weißen Gewänder. Am jeweiligen Treffpunkt werden Krippenlieder gesungen, bis die „Anzünder“ alle Kerzen in den Kappen entzündet haben.

Um Punkt 18 Uhr wird der Glöcklerlauf durch einen Böllerschuss eröffnet. Jede Passe wird von einem Vorläufer angeführt. Dieser trägt keine Kappe, sondern nur einen Stock. Nach dem Startschuss werden dann in ganz Ebensee die Straßenlaternen gelöscht, damit die wunderschönen, bunten und beleuchteten Glöcklerkappen richtig zur Geltung kommen.

Die Einbindung der Jugend in den Glöcklerlauf ist den Glöcklerpassen ein großes Anliegen. Zu diesem Zweck gibt es eigene Kinder- und Jugendpassen, die den Wert und die Freude an dieser Tradition an die nächsten Generationen vermitteln.
Obwohl sich dieser Brauch in vielen Orten unseres Bundeslandes ausgebreitet hat, darf man ohne Übertreibung sagen, dass es nirgendwo anders größere, schönere Kappen gibt und der Brauch in seiner Originalität sowohl von den Teilnehmern, als auch von der Bevölkerung mitgetragen und gelebt wird.

Aus diesem Grund wurde der „Ebenseer Glöcklerlauf“ 2010 in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.

 

 

 

Obertrauner Glöcklerlauf

Alljährlich am 05. Jänner lädt die Obertrauner Glöcklergruppe zum traditionellen Glöcklerlauf, beginnend am Gemeindeplatz.

Sinn des Glöcklerlaufes soll sein, Heil und Segen der guten Geister zu gewinnen und mit dem dumpfen Klang der Glocken und dem hellen Schein der Kerzen die bösen Geister zu vertreiben. Im weißen Gewand, den bis zu 20 Kilogramm schweren Kappen und ebenso gewichtigen Glocken ziehen sie durch den Ort.

Beginn des Glöcklerlauf ist um 16:45 Uhr am Gemeindeplatz. Dort ziehen die Glöckler ihre Kreise und werden dabei von den Obertrauner Weisenbläsern begleitet. Anschließend laufen die Glöckler, aufgeteilt in drei „Passen“ (Gruppen), durch den ganzen Ort wünschen der Bevölkerung ein gutes neues Jahr. In verschiedenen Gast- und Privathäusern werden die Glöckler zur Rast eingeladen und mit wärmenden Tee und guter Jause versorgt.

 

 

“Ritt der Heiligen Drei Könige” – Glöcklerpassen – Prangerschützen Glöcklerlauf 2018 im Zentrum von Bad Ischl

Am Freitag, 5. Jänner 2018 ist es wieder soweit. Rauhnacht ist und einer der schönsten Bräuche kann beginnen – der Glöcklerlauf. Im Zentrum von Bad Ischl treffen zuerst – um 17 Uhr am Auböckplatz – die “Heiligen Drei Könige” hoch zu Ross ein. Begleitet werden sie von Fackelträgern und Hirtensängern. Diese singen alte überlieferte Lieder aus dem Salzkammergut, die Könige tragen dabei schöne Gewänder und die Pferde ein prächtiges Geschirr. Eine beschauliche andächtige Stimmung macht sich breit bevor schließlich um 18 Uhr die Prangerschützen lautstark das Eintreffennder ersten Glöcklerpassen ankündigen. Nun kommt es zur großen Vorstellung der weiß gekleideten Glöckler mit ihren kunstvoll gestalteten Kappen. Dieser Brauch und die nacheinander eintreffenden Passen, auch Kindergruppen sind mit dabei, werden dabei von Maria Sams vorgestellt und der Hintergrund dieses imposanten Brauchtums näher erklärt. Den Besuchern werden während diesem eindrucksvollen Treiben etliche Schmankerl wie Krapfen, Bratwürstl, Tee und Glühwein geboten.

 

 

Glöcklerlauf in Gmunden

Nach Überlieferung und den chronistischen Aufzeichnungen des Pater Amand Baumgarten vom Stift Kremsmünster im Jahre 1860, ist uns bekannt, daß bereits im 19. Jahrhundert in unserer Gegend Glöcklerläufe abgehalten wurden.

Die Heiligen Drei Könige mit Gefolge erreichen Gmunden über den See (Einzigartig in Österreich) und singen nach Abschreiten des Rathausplatzes von den Rathausarkaden alte Hirten- & Dreikönigslieder, umrahmt von Turmbläser.
Die Heiligen Drei Könige dargestellt vom „Doppelquartett Edelweiß“ sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Anschließend beherrschen die Glöckler in mystischen weißen Gewändern, mit umgehängten Kuhglocken und wunderschönen Lichterkappen den Rathausplatz und springen ihre Figuren. Es werden ca. 200 Glöckler erwartet.

Programmablauf: (Die Anfangszeiten sind Richtzeiten)
Ca. 18.00 Uhr: Turmbläser von der Rathaus-Loggia und vom Seehotel Schwan
18.15 Uhr: Sprecher Lorenz Zwickelhuber erzählt über das Brauchtum und den Programmablauf
18.20 Uhr: Ankunft der 3 Könige mit Gefolge (Doppelquartett Edelweiß) vom See, Dreikönigssingen
18.45 Uhr: Einlauf der Glöckler am Rathausplatz

Am 6. Januar, dem eigentlichen Dreikönigstag, singen die Heiligen Drei Könige um 19:00 Uhr vor dem Hochaltar (Dreikönigsaltar von Thomas Schwanthaler) der Stadtpfarrkirche.

Beim Brauch des „Glöckelns“ am Vorabend von Dreikönig Tag handelt es sich um einen alten vorchristlichen Lärm- und Lichterbrauch um die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Dieser Brauch ist im Salzkammergut entstanden. Die Glöckler laufen in ihren weißen Kleidern – die den Geistern zustehen – in der Rauhnacht vom 5. auf den 6. Januar.

In einigen Salzkammergutorten wie Ebensee, Gmunden und Bad Ischl laufen Gruppen von je etwa zwanzig Glöcklern, “Passen” genannt, unter der Führung eines “Spions” bestimmte Figuren wie Kreise, Achter, Spiralen u.a.. Der Spion bestimmt als Anführer die Figuren, die seine “Paß” läuft. Mit einem langen Stock in der Hand bahnt er sich den Weg; früher diente dieser auch zum Klopfen (“klocken”) an Türen und Fensterläden. Die Kleidung der Glöckler ist weiß; an einem breiten Gürtelriemen wird eine Glocke befestigt, welche durch die Lauf- und Tanzbewegung zum Tönen gebracht wird. Auf dem Kopf tragen die Glöckler Lichterkappen, sogenannte “Glöcklerkappen”. Diese bestehen aus einem Gerüst von dünnen Stäben, welche mit lichtdurchlässigem Papier überzogen sind, auf das Ornamente, Symbole, Figuren, Szenen oder Landschaften geklebt werden. Diese oft sternförmigen, kunstvollen Gebilde – manchmal handelt es sich auch um die Nachbildung eines Gebäudes, eines Schiffes oder Wappens – können bis zu 15 kg wiegen und werden von den Glöcklern oft im Laufe monatelanger Bastelarbeit selbst angefertigt.

Ernst Burgstaller beschreibt das Glöcklerlaufen in seinem 1948 erschienenen Buch: “Lebendiges Jahresbrauchtum in Oberösterreich”: ” … Schon lange hört man über die dunklen, verschneiten Straßen, welche die wenigen Laternen nur spärlich erhellen, den Klang der Glocken, bis endlich der “Spion” am Platz erscheint, gefolgt von einer Schar weißgekleideter “Glöckler”. Mit dem riesigen, von innen erleuchteten Kopfputz, den “Glöcklerkappen”, bieten sie ein wunderbares Bild, wenn sie alle genau im gleichen Schritt ihre Bahnen, ihre die Sonne rufenden Kreise, Spiralen und Achter ziehen, wenn ihre Hauben: Sterne, Halbkreise, Pyramiden und Trommeln, schimmern und leuchten und mit ihrem Zauber märchenhaft die dunkle Nacht erhellen. So laufen sie in Ebensee, Gmunden, Altmünster, Traunkirchen, ihre Bahnen und tragen so das neue junge Licht durch die Nacht auf die Felder und in die Wohnungen der Menschen. Und es ist allgemeiner Glaube, daß das kommende Jahr um so glückhafter sein werde, je mehr Glöckler den Ort durcheilen …”

Der Name “Glöckler” ist auf das “Klocken”, welches anpochen oder klopfen bedeutet, zurückzuführen. Vor Höfen oder Häusern die sie ehren wollen, laufen die Glöcklerpassen Kreise, Spiralen und andere Figuren. Altem Glauben zufolge soll ihr Stampfen und Läuten das unter dickem Schnee und Eis begrabene Korn zum Keimen erwecken. Als traditionelle Gabe erhalten die Glöckler für ihren Besuch die sogenannten “Glöcklerkrapfen”.

 

 

Glöcklerlauf in Bad Goisern

Der Glöcklerlauf ist eine Tradition, die von den Einheimischen hoch gehalten wird. Kein Wunder, sollen die Kappen doch Glück im kommenden Jahr bringen und vor Elementarereignissen schützen.

Lauffner Passen: (Knirpse, Kinder, Große)
17:30 Uhr Marktplatz Lauffen – 18:15 Uhr Weißenbach

Goiserer Pass:
16:45 Uhr Steegwirt – 17:00 Uhr Volksbank Au
17:45 Uhr St. Agatha – 18:30 Uhr Eisbahn Stambach
19:15 Uhr Lasern – 19:30 Uhr Lasererwirt

Goiserer Kinder Pass:
17:00 Uhr Stambach – 17:30 Uhr Wiesn
18:15 Uhr Lasern – 19:00 Uhr Gasthof Moserwirt

20:00 Uhr: Eintreffen aller Gruppen am Goiserer Marktplatz

Die Umzüge finden am Abend vom 5. Jänner statt; dabei laufen weiße Gestalten mit klingenden Schellengurten und prächtigen bunten Lichterkappen auf den Köpfen vorbei an zahlreichen Schaulustigen.

Die Kappen sind Handgemacht und in aufwendiger Kleinarbeit von ihren Trägen gefärtigt worden. Die Glöcklerkappe besteht aus einem Holzgerüst mit dünnen Stäben, welche mit schwarzem Tonpapier überzogen sind. Früher wurde anstelle von Tonpapier Karton dafür verwendet, wie die ältesten Glöcklerkappen aus dem Jahre 1906 beweisen.

Aus diesem Überzug werden Motive entweder herausgeschnitten oder herausgestanzt und mit buntem Papier hinterklebt. Die Kanten werden meist mit weißen Papierfransen (aus Seidenpapier) versehen.

Foto: Hofer

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