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Lawinenwarndienst Steiermark
1. Januar, 2018 um 7:33
Gefahrenbeurteilung
Die Erwärmung und nachfolgende Abkühlung hat sich günstig auf den Schneedeckenaufbau ausgewirkt, Schwachschichten konnten weitgehend abgebaut werden. Allerdings wird sich über Nacht verbreitet Bruchharsch ausbilden. Die verbliebenen Gefahrenstellen wurden deutlich reduziert und beschränken sich vereinzelt noch auf das schattseitige Gelände der Hochlagen. Hier ist eine Schneebrettauslösung bei großer Zusatzbelastung möglich. In tieferen Lagen können sich außerdem aus noch nicht entladenen Böschungen Rutsche lösen.
Schneedeckenaufbau
Mit dem nächtlichen Regen bis auf etwa 2.000m und Plusgraden bis auf 2.500m hinauf hat sich die Schneedecke überall deutlich gesetzt. In tiefen Lagen ist der Schnee nass und schwer geworden, in den Hochlagen wurde er angefeuchtet. Mit dem Temperaturrückgang stabilisiert sich die Schneedecke wieder und es wird sich ein Harschdeckel ausbilden. Vereinzelte Gefahrenstellen durch störungsanfälligen Triebschnee finden sich am ehesten noch in schattseitigen Hochlagen, wo die Schneedecke noch sehr kalt war.
Wetter
Am Neujahrstag zieht es von Nordwesten her wieder zu, die Berge der Obersteiermark geraten in Nebel und hier kann es am Vormittag auch ein wenig schneien. Zum Abend hin wird dann der Süden von Niederschlägen erfasst, während es im Ennstal und Ausseerland vorübergehend auflockert. Die Schneefallgrenze sinkt allgemein auf 800 bis 1.100m. Bei mäßig starkem Nordwestwind kühlt es in 2.000m auf -5 Grad und in 1.500m auf -1 Grad ab.
Tendenz
Der 2.Jänner beginnt auf den Bergen mit Nebel, es bleibt aber vorerst trocken. Am Nachmittag legt sich dann von Nordwesten her eine Kaltfront an, welche besonders vom Dachstein über die Schladminger Tauern bis zum Hochschwab für einige kräftige Schneeschauer sorgt. Nach Süden zu bleibt es hingegen meist trocken und hier kann der stürmisch auffrischende Nordwind die Wolken sogar etwas auflockern. Im Gebirge kühlt es deutlich ab. Auch in den darauffolgenden Tagen werden die Nordalpen und Tauern mit Neuschnee versorgt während es in den südlichen Gebirgsgruppen weitgehend trocken bleibt. Die Schneebrettgefahr wird wieder ansteigen. Das Team des LWD Steiermark wünscht allen Nutzern ein unfallfreies Jahr 2018!

Quelle: Lawinenwarndienst Steiermark

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