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19. Dezember, 2017 um 13:45

Schneehasen sind ja eigentlich sehr gesellige und friedliebende Tiere. Nur im Winter kann man ihnen einen gewissen Neid auf ihre Lebensraum-Nachbarn, die Murmeltiere, kaum übel nehmen. Denn während sich diese über die kalte und entbehrungsreiche Jahreszeit in behaglichen Bauten tief unter der Schneedecke hinweg schlafen, müssen Schneehasen die unwirtlichen Bedingungen im Gebirge über viele Monate hindurch aushalten und bei tiefsten Temperaturen täglich um ihr Überleben kämpfen. Und während wir Menschen in der vorweihnachtlichen Adventzeit gerne mal ein knisterndes Kaminfeuer aufsuchen oder einen wärmenden Punsch zu uns nehmen, bleibt dem Schneehasen nur die eisige Winterlandschaft in den Bergen als Lebensraum. Aber zum Glück hat sich die Natur auch dabei etwas einfallen lassen und Lepus timidus – so der wissenschaftliche Artname – optimal für diese Herausforderung ausgestattet!
Zunächst einmal wäre das Fell zu nennen: ganze dreimal im Jahr verfärbt sich bei Schneehasen das Haarkleid, geht im Herbst von graubraun in weiß über, wird im Frühling wieder graubraun und wechselt im Sommer zu braun. Somit bietet es je nach Jahreszeit eine perfekte Tarnung vor ebenso hungrigen Mäulern, denen mehr nach fleischlicher als vegetarischer Kost ist, wie etwa dem Fuchs oder dem Adler! Im Winter muss man also schon ausgezeichnete Augen haben, will man einen Schneehasen inmitten der weißen Winterlandschaft erspähen! Einzig die schwarzen Spitzen an den Ohren geben manchmal einen verräterischen Hinweis…
Zudem bieten die hohlen, luftgefüllten Haare einen ausgezeichneten Kälteschutz, dem auch Temperaturen weit unter -20°C wenig anhaben können. Eine phantastische Anpassung an diese rauen Lebensbedingungen haben sich auch an den vier Hasenpfoten eingestellt: während des Winters sind diese stark behaart, wodurch sich die Auflagefläche erhöht und unser Hase Schneedecken überqueren kann, ohne allzu tief einzusinken – ein Leben mit angeborenen Schneeschuhen also!
Und während der normale Feldhase ja eher als Einzelgänger bekannt ist, legen Schneehasen viel mehr Wert auf Geselligkeit. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sich ein Dutzend und mehr Tiere zusammenfinden, um sich in Schneegruben gegenseitig zu wärmen. Alles in allem hat unser kleines Langohr im Laufe der Evolution somit eine Vielzahl an Anpassungen mit auf den Weg bekommen, die ihn die unwirtlichen Bedingungen des winterlichen Gebirges bestens überstehen lassen können und ihn als lebendigen Zeugen der letzten Eiszeiten ausweisen! Eine Herausforderung jedoch bleibt für ihn noch zu bestehen, für die der Schneehase bis jetzt noch keine Heilmittel gefunden hat: sollten sich im Winter abseits der markierten Schipisten und Schirouten zu viele Menschen in seinem Lebensraum einfinden, dann bekommt er richtig viel Stress – und das ist dann ganz schön schlecht, wenn es um das Überleben in Extremsituationen geht!
Aber vor Weihnachten darf man sich ja durchaus noch etwas wünschen – wie zum Beispiel einen respektvollen Umgang mit unserer Natur und deren großen und kleinen Bewohnern! So wie es zum Beispiel im Nationalpark Gesäuse üblich ist, wo Mensch und Tierwelt sich diese phantastische Bergwelt teilen und der achtsame Besucher auf ausgewiesenen Schirouten durch die Landschaft geführt wird! So bleibt Platz für beides: das Erleben einer traumhaften Winterlandschaft für uns Menschen UND das Überleben nicht nur unseres Schneehasen … Frohe Weihnachten!

Nähere Auskünfte zu Veranstaltungen des Nationalparks Gesäuse:
Infobüro Admont, Tel: 03613/21160-20; www.nationalpark.co.at
Allgemeine Presseanfragen: Isabella Mitterböck, Tel: 0664/34 65 629

Foto: © S. Leiter; Nationalpark Gesäuse

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