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13. September, 2017 um 17:25

 

  • Bewusstseinsbildung zu Gefahren auf Bahnanlagen
  • Schutzengel-Sujets appellieren an die Eigenverantwortung
  • Sicherheitstipps und Videos auf www.passaufdichauf.at

 

(Graz, 13.9.2017) – Mit Beginn des neuen Schuljahres starten die ÖBB ihre jährliche Sicherheitskampagne, um das sichere Verhalten in der Nähe von Bahnanlagen zu verbessern. Im Vorjahr sind in Österreich 17 Menschen wegen unüberlegten Handelns und Leichtsinn an Gleisanlagen zum Teil schwer verunglückt, einige leider auch mit tödlichem Ausgang. Dazu kommen noch 74 Unfälle mit Verletzungen an Eisenbahnkreuzungen, die in 9 Fällen tödlich endeten. In der Steiermark wurden bei insgesamt 7 Unfällen auf Bahnanlagen – 6 davon auf Eisenbahnkreuzungen – 2 Personen zum Teil schwer verletzt und es waren 2 Todesopfer zu beklagen. Die Sicherheitskampagne zur Bewusstseinsbildung rund um Gefahren auf Bahnanlagen wird mit Plakaten, Sicherheitsflyern, eigener Website, Social Media Aktivitäten, Vorträgen in Schulen und weiteren Aktionen begleitet.

 

Falsch verhält sich, wer

 

  • Gleise quert um Wege zu verkürzen
  • Die Sicherheitslinie am Bahnsteig ignoriert
  • Auf abgestellte Wagons klettert – und einen Stromschlag von 15.000 Volt riskiert
  • Eisenbahnkreuzungen unachtsam oder trotz Rotlicht/herannahendem Zug quert

 

Breit angelegte Sicherheitskampagne

 

  • Neue Website www.passaufdichauf.at
  • Emotionale, aufrüttelnde Videos auf Website und auf youtube
  • Plakate, auf Bahnhöfen und in Schulen
  • Direkter Dialog mit Jugendlichen bei Sicherheitsvorträgen in Schulen
  • Verteilen von Sicherheitsfoldern an Bahnhöfen

 

Franz Seiser, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG: „Das Thema Sicherheit auf Bahnanlagen ist uns enorm wichtig, daher investieren wir viel Zeit und auch Geld in die Bewusstseinsbildung. Vor allem Jugendliche müssen informiert und aufgeklärt werden, um Unfälle zu vermeiden – Jeder Verunglückte ist einer zu viel.“ Im Eisenbahnverkehr gibt es Gefahren, die vielen Menschen oft nicht bewusst sind“ Züge können im Gegensatz zu Autos nicht ausweichen und haben einen sehr langen Anhalteweg. Ein Güterzug mit einer Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h benötigt etwa 700 bis 1.000 Meter, um stehen zu bleiben – ein Auto mit derselben Geschwindigkeit nur rund 90 Meter“, so Seiser.

 

Kampagne „Pass auf dich auf“ – dein Schutzengel ist nicht immer für dich da…

Die Kampagne „Pass auf dich auf“ appelliert vor allem an die Eigenverantwortung von Jugendlichen. Damit sollen sowohl Jugendliche als auch deren Eltern verstärkt auf die Gefahren rund um Bahnanlagen aufmerksam gemacht werden. Um das zu unterstreichen, wird zu jeder der vier potenziellen Gefahrensituationen (Gleise queren, Sicherheitslinie, Eisenbahnkreuzung, Starkstrom) ein Schutzengel gezeigt, der jedoch die nötige Aufmerksamkeit vermissen lässt. Entweder jongliert er auf einer Slackline, zappt durch die Programme oder macht Selfies. Die klare Botschaft dahinter: „Dein Schutzengel ist nicht immer für dich da!“ – Pass auf dich auf!

Neben den Sujets setzen die ÖBB auf emotional gestaltete Videos zu den möglichen Gefahrensituationen, die zur Diskussion anregen sollen.

 

Rund 100.000 Sicherheitsfolder für mehr Sicherheit

 

Die ÖBB verteilen 100.000 -„Pass auf dich auf“ Sicherheitsfolder  österreichweit an zahlreichen Bahnhöfen. In der Steiermark wurden 2000 Stück in Graz an junge Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer gebracht, um sie auf die Gefahren an Bahnanlagen aufmerksam zu machen. Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Das Überschreiten der Gleise ist lebensgefährlich!
  • Bahnhöfe sind keine Spielplätze! Warte am Bahnsteig hinter der Sicherheitslinie!
  • Bahnstrom ist Starkstrom – schon in der Nähe besteht Lebensgefahr!
  • Achte bei Eisenbahnkreuzungen auf herannahende Züge!

 

Kinder als „ÖBB-Sicherheitsbotschafter“

Nicht nur Eltern beeinflussen ihre Kinder, das gilt auch umgekehrt. Kinder und Jugendliche sollen mit der ÖBB-Sicherheitskampagne zu Botschaftern der Sicherheit werden und so ihre Familie informieren. Sind Jugendliche geschult und sicher im Umgang mit Gefahrenquellen, geben sie ihr Sicherheitswissen auch an ihr Umfeld weiter – insbesondere an ihre Familie. Durch informierte Kinder und Jugendliche sollen Unfälle auf Bahnanlagen vermieden werden.

 

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