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Vor den Vorhang
16. Oktober, 2016 um 5:00
Für den redaktionellen Inhalt verantwortlich:
Marina Schobegger , im Auftrag des ARF
Eine respektable Person aus dem Bezirk Liezen – Klaus Jäger – Ortsstellenleiter der Bergrettung Tauplitz

Wohnort: Bad Ischl, Tauplitz
Beruf: Polizei (Alpinpolizist)

 

Kurze Beschreibung der Tätigkeit:

Ich bin in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit Ortsstellenleiter der Bergrettung Tauplitz und beruflich Polizist in Bad Aussee. Als Alpinpolizist (Bergführer, staatlicher Schilehrer und Schiführer) bin ich als Ausbilder in der Landes- und Bundesausbildung österreichweit tätig.

Wann und wie oft übe ich meine Tätigkeit aus?

Als Bergretter und Alpinpolizist ist man immer auf einen Einsatz im alpinen Gelände vorbereitet. Das erfordert aber auch, dass man sich in seiner Freizeit fit hält und für genau solche Einsätze trainiert. Weiters sind Schulungen und Trainings für Kameraden und Kollegen abzuhalten und Fortbildungen für einen selber zu besuchen.

 

Ich bin dazu gekommen, dies zu machen, durch …

Schon als Kind wurde ich von meinen Eltern bei Wanderungen und Ausflügen in die Berge mitgenommen und wurde hier der Grundstein für meinen weiteren alpinen Weg gelegt. Zum richtigen Klettern und Bergsteigen bin ich dann aus eigenem Interesse, sozusagen als Weiterentwicklung meiner eigenen Person, gekommen. Zuerst mit Freunden angefangen, dann durch ältere und erfahrenere Menschen mitgenommen und in schwierige Touren weitergeführt worden. Diese Tätigkeiten wurden auch von damaligen Bergrettungskameraden gesehen und so trat ich 1991 der Bergrettung Tauplitz bei. Nachdem ich meine weitere berufliche Ausbildung bei der damaligen Gendarmerie abgeschlossen hatte war es nur logisch, mich zur dortigen Alpinausbildung zu melden. Drei Jahre später schloss ich diese mit der Bergführerprüfung ab und in weiterer Folge absolvierte ich noch die Diplom-Schilehrer und Schiführerausbildung.

 

Ich mache die Arbeit in den Bergen gerne, weil…

Ich bin sehr gerne in der alpinen Natur unterwegs und es gefällt mir immer wieder aufs Neue, mich in diesem Gelände zu bewegen. Vor allem gebe ich sehr gerne das Gelernte und Erfahrene an Kameraden und Kollegen in den verschiedenen Ausbildungsstufen der Alpinpolizei sowie der Bergrettung weiter. Am meisten aber begeistert mich die Materie Eis – in all seinen Erscheinungsformen (Schnee, Eiskristalle, gefrorene Wasserfälle). Und so hat mich diese Faszination und das Interesse daran unter anderem auch schon mehrmals zum Eisklettern nach Norwegen, zum Schikurs nach Georgien und zur Schnee- und Lawinenkunde in den europäischen Alpenbogen gebracht. Weiters war ich bis letzten Jahres 10 Jahre als Flugretter am Polizei-Hubschrauber tätig, ebenso 20 Jahre Ausbilder bei der Bergrettung und als langjähriger Höhlen- und Canyoningretter im Einsatz.

 

Bei meiner Tätigkeit fasziniert mich vor allem…

… dass wir Menschen in der geologischen Zeitrechnung einen so verschwindend kleinen bzw. kurzen Teil ausmachen und uns oft aber so extrem wichtig und erhaben über diese Dinge zeigen. Doch man kann sich der Natur nur unterordnen und wenn sie einen gewähren lässt, ist es die Zeit, eine Tour durchzuführen. Dann darf man sehr oft überwältigende und faszinierende Erlebnissen erfahren und die Kraft der Erde spüren. Die ganzen materiellen Dinge werden dann nicht mehr so wichtig und persönlich findet man seinen Weg, wie das Leben wirklich sinnvoll und erfüllend sein kann.

Der faszinierendste Weg nach oben aber ist der über gefrorene Wasserfälle! Wenn man im Sommer vor einem Wasserfall steht und das Wasser herabfällt – keine Möglichkeit es zu erklettern. In der kalten Jahreszeit aber gefriert diese Materie und nun kann man mit Steigeisen und Eisgeräten “bewaffnet” über diesen eisigen Weg bis nach oben klettern – eine ausreichend stabile Psyche vorausgesetzt! Die Technik muss natürlich auch beherrscht werden vor allem aber ist es die absolute Ehrlichkeit seiner eigenen Persönlichkeit gegenüber. Du musst dich selber sehr gut kennen und dein Tun und Handeln danach ausrichten. Ansonsten geht bei dieser Art des Kletterns sehr schnell etwas schief! Beim Eisklettern wird ein ganzer Alpinist gefordert und das ist das herausragende!

 

Mit diesen Hindernissen/ Schwierigkeiten habe ich zu kämpfen….

Da ich viel unterwegs und dadurch nicht zu Hause bin ist es für mich wichtig, meine Freizeit mit dem wichtigsten Teil in meinem Leben, meiner Familie, zu verbringen. Die aktiven Zeiten draussen und auf Kursen sind nicht immer nur angenehm sondern auch fordernd, sondern auch verantwortungsvoll und oft entbehrungsreich. Meine Tätigkeiten als Höhlenforscher, Höhlenretter, Canyoningretter und Flugretter habe ich aus zeitlichen Gründen an den Nagel gehängt um nun wieder mehr Zeit für meine Familie zu haben.

 

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass…

… ich diese Tätigkeit noch lange fortführen kann. Aufgrund meiner breitgefächerten Tätigkeiten und Ausbildungen kann ich auf ein großes Wissen, Können und viel Erfahrung im alpinen Bereich zurückgreifen. Und dieses möchte ich wiederum Interessierten weitergeben und diese Faszination und das Feuer dafür in ihnen entfachen.

Sollten Sie eine Person kennen, die man vor den „Vorhang“ bitten könnte, dann sind wir für jeden Tipp an office@arf.at dankbar.

Klaus Jäger - Ortsstellenleiter der Bergrettung Tauplitz.

Klaus Jäger – Ortsstellenleiter der Bergrettung Tauplitz.

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