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Vor den Vorhang
2. Oktober, 2016 um 6:00
Für den redaktionellen Inhalt verantwortlich:
Marina Schobegger , im Auftrag des ARF
Eine respektable Person aus dem Bezirk Liezen – Gerhard Wimmer – Obmann des Bienenzuchtvereines Altaussee

Wohnort: 8992 Altaussee
Beruf: Meister Elektrotechnik/Anlagenprogrammierer

 

Kurze Beschreibung der Tätigkeit:

Ich bin Imker und Obmann des Bienenzuchtvereines (BZV) Altaussee.

 

Wann und wie oft übe ich meine Tätigkeit aus?

Die Arbeit mit den Bienen findet hauptsächlich von März bis September statt, in der restlichen Zeit haben die Bienen Winterruhe.
Ab März muss in unserer Gegend kontrolliert werden, ob die Bienen noch genug Futter haben, dies hängt hauptsächlich davon ab, wie warm der Winter gewesen ist. Je länger in der „kalten Jahreszeit“ die Temperatur über 5 °C gewesen ist, umso mehr Futter verbrauchen die Bienen, da die Königin über dieser Temperatur Eier legt und Brut gezogen wird, wofür natürlich mehr Futter verbraucht wird. Außerdem kann sich in dieser späten Brut die Varroamilbe weiter vermehren, wodurch ohne geeignete Winterbehandlung die Völker bereits vor der Hauptentmilbung im Sommer zu Grunde gehen können.
Eigentlich sollten die Bienen nämlich in der Wintertraube sitzen und ohne Brutgeschäft den Winter überdauern.
Ab Mai startet dann die normale Imkerarbeit mit der Zugabe von Wohn- und Honigräumen für die Bienen, damit später der Honig geerntet werden kann.
Ab August ist zwingend die Hauptbehandlung gegen die Varroamilbe zu beginnen, da sonst die Bienenvölker an dieser Milbe zu Grunde gehen.
Über das Jahr verteilt haben wir vier bis fünf Versammlungen unseres Imkervereines, wobei ab nächstem Jahr zwei Versammlungen verpflichtend sind, da dabei die Meldung der Anzahl der Bienenstöcke an das Veterinärinformationssystem (VIS) gemacht werden muss.

 

Ich bin dazu gekommen, Imker zu werden, durch …
Mein Onkel, und späterer Imkerpate, suchte für einen seiner Bienenstände einen Nachfolger, da er seine Völkeranzahl reduzieren wollte. Daraufhin habe ich mit einem Bienenvolk ein Jahr lang probegeimkert. Da das Interesse für die Imkerei sofort da war, halte ich seit dem Bienenvölker. Der Bestand hat sich mittlerweile auf 15 Völker vergrößert, was auf Grund des erforderlichen Arbeitsaufwandes auch meine maximale Anzahl für die nächsten Jahre sein wird.

Vordergründig durch das Interesse an den Bienen.
Der BZV suchte unter anderem auch deswegen einen neuen Obmann welcher sich mit dem PC und dem Internet sehr gut auskennt, da die Arbeit mit den Behörden (VIS Registrierung) vermehrt nur über den PC läuft.

 

Ich mache den Obmann des BZV gerne, weil…

… ich dadurch auch etwas bewegen kann.

 

Bei meiner Tätigkeit fasziniert mich vor allem…

… natürlich die Arbeit mit den Bienen und die Zusammenarbeit mit den Imkerkollegen.

 

Mit diesen Hindernissen/ Schwierigkeiten habe ich zu kämpfen….

Da ab 2017 alle Bienenstände im Veterinärinformationssystem (VIS) registriert sein müssen, ist derzeit ein ziemlicher Mehraufwand notwendig.

 

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass…
… sich vermehrt jüngere Semester für die Imkerei bei uns interessieren, da in unserem Verein, wie in vielen anderen Imkervereinen auch, der Altersdurchschnitt ziemlich hoch ist, und es (noch) an Nachwuchs fehlt.

 

Gerhard Wimmer - Obmann des Bienenzuchtvereines Altaussee.

Gerhard Wimmer – Obmann des Bienenzuchtvereines Altaussee.

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